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Salesforce, Adobe und HubSpot: Drei KI-Softwareaktien im Kursrücksetzer

Trotz Kurseinbrüchen von bis zu 45% liefern diese drei Softwareriesen starke KI-Fortschritte und überzeugende Bewertungen für langfristige Anleger.

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Salesforce, Adobe und HubSpot: Drei KI-Softwareaktien im Kursrücksetzer

Softwareaktien stehen im Jahr 2026 unter erheblichem Druck. Viele Titel aus dem Enterprise-Sektor haben angesichts von Sorgen über KI-Disruption, längere Verkaufszyklen und eine breite Marktrotation kräftig nachgegeben. Dennoch erzielen Branchenführer wie Salesforce (NYSE: CRM), Adobe (Nasdaq: ADBE) und HubSpot (NYSE: HUBS) weiterhin solide Ergebnisse – und werden nun zu Bewertungen auf Mehrjahrestiefs gehandelt.

Trotz widerstandsfähigem Abonnentenwachstum und angehobener Prognosen notieren alle drei Aktien weit unter ihren 52-Wochen-Hochs. Für langfristige Anleger, die Qualitätswachstum zu vergünstigten Preisen suchen, könnten sich hier attraktive Einstiegspunkte ergeben.

Salesforce: KI-Rückenwind durch Agentforce

Salesforce ist seit Jahresbeginn um rund 33% gefallen – ein Rückgang, der das allgemeine De-Rating des Sektors und eine gewisse Abkühlung der Kernwachstumsraten widerspiegelt. Gleichzeitig gewinnen die KI-Innovationen des Unternehmens, allen voran die Plattform Agentforce, deutlich an Fahrt. Die schnelle Akzeptanz von Agenten-Funktionen und eine starke Dynamik bei den Buchungen unterstreichen das Potenzial.

Analysten betrachten die aktuelle Bewertung als überzeugend, da die Forward-Multiplikatoren deutlich unter dem historischen Durchschnitt für ein Unternehmen dieser Qualität und Größe liegen. Für Salesforce wird ein EPS-Wachstum von 94,3% prognostiziert, begleitet von einem Umsatzwachstum von 11,0%. Das Analysten-Konsenskursziel liegt bei 270,93 US-Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von 53,5% gegenüber dem aktuellen Niveau entspricht. KI-Modelle von InvestingPro sehen sogar ein potenzielles Plus von 60,2% und einen „Fair Value" von 282,84 US-Dollar. Mit den nächsten Quartalszahlen am 3. Juni 2026 hat Salesforce die Chance, seine Marktführerschaft bei Cloud- und KI-gestützten CRM-Lösungen erneut unter Beweis zu stellen.

Adobe: Generative KI treibt Wachstum trotz Kurseinbruch

Adobe verzeichnet ebenfalls einen Rückgang von rund 30% seit Jahresbeginn und notiert aktuell bei 246,10 US-Dollar – weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 422,95 US-Dollar. Dennoch meldete das Unternehmen erst im März erneut besser als erwartete Zahlen, wobei sowohl der Gewinn je Aktie als auch der Umsatz dank starken Abonnentenwachstums die Prognosen übertrafen.

Die Kennzahlen zur generativen KI-Plattform Firefly sind beeindruckend: Der Verbrauch von generativen Credits stieg im Vergleich zum Vorquartal um über 45%, der Firefly-bezogene jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) wuchs im Quartalsvergleich um 75%, und die Nutzerzahlen von AI-First-Anwendungen haben sich im Jahresvergleich mehr als verdreifacht. Das prognostizierte EPS-Wachstum liegt bei soliden 40,1%, und die Free-Cashflow-Rendite beträgt beeindruckende 7,2% – deutlich höher als bei den meisten Wettbewerbern im Softwaresektor.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der erwarteten Gewinne ist mit 10,5x moderat. Mit einem Fair-Value-Kursziel von 398,38 US-Dollar – was einem Aufwärtspotenzial von 60,1% entspricht – wirkt Adobe wie ein klassischer Fall einer Marktreaktion, die über das Ziel hinausgeschossen ist.

HubSpot: Stärkster Kursrückgang, aber „Strong Buy"-Konsens

HubSpot sticht als einer der am stärksten betroffenen Titel im Sektor hervor. Die Aktie ist seit Jahresbeginn um rund 45% gefallen und notiert bei 221,76 US-Dollar – meilenweit unter dem 52-Wochen-Hoch von 344,71 US-Dollar. Das harte Urteil des Marktes steht im Widerspruch zur Konsensempfehlung „Strong Buy" für HubSpot.

Das Unternehmen hat ein starkes Wachstum seiner Inbound-Marketing- und Vertriebsplattform bewiesen, wobei KI-Integrationen die Tools zur Kundengewinnung und -bindung verbessern. In den letzten Quartalen wurden Umsatz und Gewinn regelmäßig übertroffen. Der bevorstehende Bericht für das erste Quartal 2026, erwartet am 7. Mai, dürfte diesen Kurs weiter bestätigen. KI-gestützte quantitative Modelle von InvestingPro sehen ein Aufwärtspotenzial von 37,1% gegenüber dem aktuellen Kurs, was die Aktie näher an ihren „Fair Value" von 303,95 US-Dollar bringen würde.

Was Salesforce, Adobe und HubSpot verbindet, sind nicht nur ihre drastischen Kursrückgänge, sondern die Diskrepanz zwischen ihren aktuellen Preisen und der zugrunde liegenden Geschäftsdynamik. Wenn die Geschichte ein Maßstab ist, hält ein solcher Pessimismus bei hochwertiger Software selten lange an. Für Anleger, die bereit sind, Volatilität in Kauf zu nehmen, könnten CRM, ADBE und HUBS die seltene Gelegenheit für einen „Kauf im Dip" darstellen, die sich nur alle paar Jahre bietet.

Hinweis: Dies ist keine Finanzberatung. Anleger sollten stets ihre eigenen Recherchen durchführen und individuelle Risikotoleranzen berücksichtigen.

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