Alphabet führt KI-Revolution an – so nutzen Anleger Optionen
Google-Mutter Alphabet überzeugt mit starkem Quartal: Cloud-Wachstum und KI-Nachfrage übertreffen selbst optimistische Erwartungen deutlich.

<a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet, der Mutterkonzern von Google, läuft derzeit auf Hochtouren. Das jüngste Quartal war nach Einschätzung von Marktbeobachtern schlichtweg ein Volltreffer – mit steigenden Cloud-Umsätzen und einer deutlich angehobenen Prognose für die Investitionsausgaben. Die Botschaft ist klar: Alphabet überlebt die KI-Revolution nicht nur, sondern führt sie in vielerlei Hinsicht an.
Besonders bemerkenswert ist, dass das Unternehmen in diesem Bereich bereits jetzt Geld verdient – trotz gewaltiger laufender Investitionen. Das unterscheidet Alphabet von vielen Wettbewerbern, die noch auf künftige Erträge warten. Die Wall Street hatte offenbar sogar unterschätzt, wie viele „Zylinder" der Konzern gerade gleichzeitig befeuert.
Cloud und KI als Wachstumstreiber
Google Cloud wächst weiterhin rasant und übernimmt zunehmend Unternehmens-Workloads, da Firmen weltweit ihre KI-Infrastrukturen beschleunigt ausbauen. Die Nachfrage nach Gemini-gestützten Diensten und KI-Infrastruktur übertrifft dabei selbst die optimistischsten Prognosen – ein starkes Signal für die Marktstellung des Konzerns.
Als Zeichen höchsten Vertrauens in die eigene Strategie hob das Alphabet-Management die Prognose für die Investitionsausgaben (Capex) für das Gesamtjahr auf bis zu 190 Milliarden US-Dollar an. Diese atemberaubende Zahl signalisiert, dass Alphabet auf generationenübergreifende Dominanz abzielt – und nicht auf kurzfristige Quartalsergebnisse. Für deutsche Anleger, die den Konzern im Depot halten, ist das ein wichtiges Zeichen der Zuversicht des Managements.
So handelt Experte Mike Khouw die Aktie mit Optionen
Für fortgeschrittene Anleger, die von der Stärke Alphabets profitieren möchten, empfiehlt Options-Experte Mike Khouw eine mehrstufige Optionsstrategie. Im Mittelpunkt steht der Kauf von Call-Optionen mit Fälligkeit im August und einem Basispreis von 400 US-Dollar – diese decken auch den nächsten Gewinnbericht ab.
Zur teilweisen Finanzierung dieser Position empfiehlt Khouw den Verkauf eines sogenannten Strangle mit Fälligkeit im Juni: konkret den Verkauf von Puts mit Basispreis 350 US-Dollar und Calls mit Basispreis 420 US-Dollar. Durch den Verkauf der 350er-Puts übernimmt der Anleger das Risiko, die Aktie zu diesem Preis kaufen zu müssen – doch genau dort notierte die Aktie noch vor der jüngsten Gewinnveröffentlichung. Laut Khouw dürfte es viele Anleger geben, die sich wünschen, sie hätten die Aktie zu diesem Niveau gekauft, was auf diesem Preisniveau eine gewisse aufgestaute Nachfrage erzeugt.
Der gleichzeitige Verkauf der 420er-Calls senkt die Gesamtkosten der Position weiter. Khouw geht davon aus, dass der Trade zum früheren Verfallstermin im Juni sogar geringfügig profitabel sein könnte – selbst wenn die Aktie bis dahin unverändert bliebe. Der Verkauf der 420er-Calls begrenzt zwar vorübergehend das Aufwärtspotenzial, lässt aber die Möglichkeit offen, nach dem Verfall im Juni weitere Prämien gegen die August-Calls zu verkaufen.
Die Gesamtstrategie verfolgt damit ein klar definiertes Ziel: eine moderat bullishe Position aufrechtzuerhalten und der Aktie Zeit für eine Konsolidierung zu geben, bevor sie ihren Aufwärtstrend fortsetzt. Für deutsche Privatanleger gilt jedoch: Optionsstrategien dieser Art sind komplex und erfordern fundiertes Fachwissen sowie ein entsprechendes Risikobewusstsein. Der Schwierigkeitsgrad dieser Strategie wird ausdrücklich als „fortgeschritten" eingestuft.
