Safran erhöht Prognosen nach starkem Quartal
Triebwerks- und Servicegeschäft treiben Umsatzwachstum und Gewinnprognose deutlich nach oben

Der französische Luft- und Raumfahrtkonzern Safran hat nach einem starken dritten Quartal seine Jahresprognosen angehoben. Das Unternehmen profitierte vor allem von einer deutlich gestiegenen Nachfrage nach Triebwerksdienstleistungen, insbesondere im Bereich der zivilen Luftfahrt. Im Zeitraum von Juli bis September erzielte Safran einen Umsatz von 7,85 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 18,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Analysten hatten im Durchschnitt mit 7,59 Milliarden Euro gerechnet.
Das Wachstum wurde in erster Linie von der Triebwerksparte getragen, deren Erlöse um 25,6 Prozent zunahmen. Besonders der Aftermarket, also das Geschäft mit Ersatzteilen und Wartungsdiensten, legte um 21,1 Prozent zu. In US-Dollar gemessen stiegen die Serviceumsätze für zivile Triebwerke um 24,2 Prozent. Safran konnte im dritten Quartal mehr Triebwerke ausliefern als in jedem vorherigen Quartal und sprach von einer „starken Aufholbewegung“ bei zuvor verzögerten Lieferungen.
Hintergrund des Aufschwungs ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Ersatzteilen, da viele Fluggesellschaften ältere Flugzeuge länger im Einsatz halten. Ursachen dafür sind Engpässe in Wartungszentren und verspätete Auslieferungen neuer Maschinen von Airbus und Boeing. Diese Situation hat sowohl Safran als auch dem US-Partner GE Aerospace, mit dem die Franzosen über das Gemeinschaftsunternehmen CFM die LEAP-Triebwerke fertigen, spürbare Vorteile verschafft.
Auf Basis der jüngsten Geschäftsentwicklung erhöhte Safran seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf ein Wachstum zwischen 11 und 13 Prozent, nachdem zuvor ein Plus im unteren zweistelligen Bereich erwartet worden war. Auch das Ziel für das bereinigte Betriebsergebnis wurde von 5,0 bis 5,1 Milliarden Euro auf 5,1 bis 5,2 Milliarden Euro angehoben. Der erwartete freie Cashflow wurde leicht auf 3,5 bis 3,7 Milliarden Euro nach oben korrigiert.
Darüber hinaus kündigte das Unternehmen an, die Zahl der LEAP-Triebwerksauslieferungen im Jahr 2025 um mehr als 20 Prozent steigern zu wollen. Zuvor war ein Wachstum zwischen 15 und 20 Prozent prognostiziert worden. Damit folgt Safran einer ähnlichen Einschätzung von GE Aerospace, das seine Prognosen ebenfalls angehoben hatte. Alle neuen Zielwerte beinhalten nach Angaben des Unternehmens die Auswirkungen bestehender Zölle.
