Ryanair reduziert Winterflüge
Billigfluganbieter reagiert auf Lieferrückstand: Flugplanänderungen könnten Herbstreisen beeinflussen

Der irische Billigfluganbieter Ryanair wird aufgrund von Lieferverzögerungen bei Boeing-Flugzeugen eine Reihe von Flügen im Winterflugplan streichen. Dies könnte sich auch auf die Herbstferien auswirken, da noch nicht klar ist, welche Flüge und Strecken betroffen sein werden.
Die Entscheidung, Flüge zu streichen, wurde aufgrund von Verzögerungen bei der Auslieferung neuer Boeing-Flugzeuge getroffen, wie das Unternehmen bekannt gab. Dies wird voraussichtlich Ende Oktober in Kraft treten. Ryanair-Chef Michael O'Leary erklärte, dass betroffene Passagiere in den kommenden Tagen per E-Mail über die Streichungen informiert werden und die Möglichkeit haben, ihre Buchung umzubuchen oder eine Rückerstattung zu erhalten.
Die Verzögerungen sind auf Produktions- und Reparaturrückstände in den Boeing-Werken in den USA zurückzuführen. Anstatt der erwarteten 27 neuen Flugzeuge zwischen Oktober und Dezember wird Ryanair nun nur noch mit 14 rechnen können. Dies hat zur Folge, dass an einigen Flughäfen, darunter Charleroi, Dublin, Porto, Köln und mehrere italienische Städte, weniger Flugzeuge stationiert werden.
Ryanair wird in diesem Winter keine Ersatzflugzeuge aufgrund von Wartungsarbeiten an der bestehenden Flotte haben. Das Unternehmen hat jedoch noch nicht bekannt gegeben, wie viele Flüge und Verbindungen gestrichen werden. Michael O'Leary entschuldigte sich bei den Passagieren für die Unannehmlichkeiten und betonte, dass Ryanair eng mit Boeing und seinem Zulieferer Spirit zusammenarbeitet, um die Auswirkungen der Lieferverzögerungen zu minimieren.
Obwohl Ryanair plant, bis Ende des Jahres 183,5 Millionen Fluggäste zu befördern, könnte diese Prognose in Gefahr geraten, sollte sich die Situation mit den Verzögerungen weiter verschlimmern. Derzeit sind jedoch keine drastischen Korrekturen geplant. Für den Sommerflugplan im nächsten Jahr erwartet Ryanair insgesamt 57 neue Boeing-Maschinen, um den steigenden Bedarf zu decken.
