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RPM-CEO warnt vor Private Equity in Altersvorsorge

Frank Sullivan, Chef von RPM International, lehnt Private-Equity-Fonds in betrieblichen Altersvorsorgeplänen strikt ab. Seine Erfahrung als Erbe zeigt die Probleme solcher Anlagen deutlich.

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RPM-CEO warnt vor Private Equity in Altersvorsorge

Frank Sullivan hat eine klare Meinung zu Private Equity in der Altersvorsorge: Finger weg. Der Vorstandsvorsitzende von RPM International lehnt solche Anlagen im 401(k)-Plan seines Unternehmens kategorisch ab. Seine Begründung basiert auf persönlicher Erfahrung.

Der Tod seines Vaters konfrontierte Sullivan mit einem bürokratischen Alptraum. Die Entwirrung der privaten Fonds im Nachlass erwies sich als extrem kompliziert und zeitaufwendig. Diese Erfahrung prägt heute seine Entscheidungen als CEO.

Arbeitsministerium öffnet Türen für Alternatives

Das US-Arbeitsministerium plant, den Zugang zu alternativen Anlagen in Altersvorsorgeplänen zu erleichtern. Private Equity, Venture Capital, Hedgefonds und private Immobilien sollen verstärkt in 401(k)-Plänen möglich werden. Die Wall Street wittert ein riesiges Geschäft.

Der Markt für 401(k)-Pläne und ähnliche Programme umfasst mehr als 13 Billionen US-Dollar. Finanzinstitute drängen darauf, alternative Anlagen in diesem lukrativen Segment zu platzieren. Doch die Zurückhaltung bei Arbeitgebern ist groß.

Arbeitgeber bleiben skeptisch

Mangelnde Vertrautheit, hohe Gebühren und die Angst vor Klagen halten Unternehmen zurück. Das Beratungsunternehmen Cerulli Associates prognostiziert, dass bis 2030 nur etwa 7 Prozent der Träger von Altersvorsorgeplänen private Vermögenswerte anbieten werden.

Sullivan fordert noch mehr Skepsis. Private und öffentliche Vermögenswerte unterscheiden sich fundamental. In privaten Fonds können selbst kleine Details zu großen Problemen werden, wie seine Erfahrung zeigt.

Komplexität als größtes Risiko

Die Intransparenz und Komplexität privater Fonds stellen besondere Herausforderungen dar. Für Erben und Nachlassverwalter wird die Bewertung und Übertragung oft zum Hindernis. Diese Probleme könnten sich bei Millionen von Altersvorsorgeplänen potenzieren.

Für deutsche Anleger ist die Debatte relevant, da auch hierzulande alternative Anlagen in der betrieblichen Altersvorsorge diskutiert werden. Die Erfahrungen aus den USA sollten als Warnung dienen.

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