Römertopf-Hersteller insolvent: Traditionsmarke vor dem Aus
Traditionsunternehmen in Rheinland-Pfalz vor Schließung: Insolvenz des Römertopf-Herstellers bringt 44 Arbeitsplätze in Gefahr

Römertopf Keramik, der Hersteller des bekannten Römertopfs zum Garen von Speisen im Backofen, hat Insolvenz angemeldet. Das rheinland-pfälzische Unternehmen aus Ransbach ist zahlungsunfähig und reichte einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Montabaur ein. Aufgrund der hohen Energiepreise und einer stark gesunkenen Nachfrage sieht sich der Bräter-Hersteller gezwungen, seinen Produktionsstandort in Rheinland-Pfalz wahrscheinlich zu schließen.
Laut Geschäftsführer Frank Gentejohann habe das Unternehmen seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet. Zudem seien die Kosten für Energie, Rohstoffe, Löhne und Produktionsmittel gestiegen. Als Folge davon wird die Produktion in Deutschland voraussichtlich eingestellt, und die 44 Mitarbeiter in Ransbach behalten ihre Beschäftigung nur noch für weitere drei Monate.
Obwohl das Unternehmen in den letzten fünf Jahren positive Entwicklungen verzeichnete und auch das Weihnachtsgeschäft 2022 Hoffnung gab, wurde diese Hoffnung durch die Ankündigung eines neuen Heizungsgesetzes durch die Politik zunichte gemacht. Dies führte erneut zu einem erheblichen Einbruch der Nachfrage aufgrund der Verunsicherung der Verbraucher.
Seit den 1970er-Jahren hat Römertopf Keramik eigenen Angaben zufolge mehr als 50 Millionen Römertöpfe verkauft. Die Marke Römertopf ist seit 1997 eingetragen, und der Bräter wurde nach Angaben des Herstellers im Jahr 1967 vom Keramikunternehmen Eduard Bay erfunden.
