Sunrise Medical: Rollstuhlhersteller plant Börsendebüt
Börsengang als Option nach Gesprächen über einen möglichen Verkauf

Der Rollstuhlhersteller Sunrise Medical plant einen Börsengang im ersten Halbjahr 2024, wie aus Finanzkreisen verlautet. Das Unternehmen, das derzeit im Besitz von Private-Equity-Gesellschaft Nordic Capital ist, hat Bank of America, UBS und Jefferies mit der Organisation des Deals beauftragt. Die erwartete Bewertung des Unternehmens liegt bei rund zwei Milliarden Euro. Ursprünglich für diesen Herbst geplant, wurde der Börsengang aufgrund der aktuellen Marktsituation verschoben.
Angesichts der negativen Entwicklung einiger Börsengänge in Deutschland in diesem Jahr bleibt die Unsicherheit hinsichtlich des Erfolgs von Sunrise Medicals geplantem Börsengang bestehen. Dennoch strebt das Unternehmen eine Bewertung an, die dem 15-Fachen des erwarteten Jahresgewinns entspricht, was etwa zwei Milliarden Euro entsprechen würde.
Sunrise Medical wurde 1978 gegründet und hat sich von der Herstellung von Gartentoren und Geländern auf hochwertige mechanische und elektrische Rollstühle spezialisiert. Das Unternehmen konzentriert sich auf maßgeschneiderte Produkte, von denen etwa drei Viertel auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten sind. Im Jahr 2023 wird ein Umsatz von 630 Millionen Euro erwartet, und für 2024 wird ein Betriebsergebnis (Ebitda) von rund 140 Millionen Euro prognostiziert.
Die gestiegenen Zinsen und unattraktive Kreditkonditionen haben dazu geführt, dass Private-Equity-Firmen in diesem Jahr mit erschwerten Bedingungen für Übernahmen konfrontiert sind.
