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Revolut erreicht 75-Milliarden-Bewertung

Kapitalmaßnahme stärkt Investorenpartnerschaften und unterstreicht globalen Expansionskurs

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Revolut erreicht 75-Milliarden-Bewertung

Die britische Neobank Revolut hat eine Kapitalmaßnahme abgeschlossen, die zu einer deutlichen Steigerung ihrer Unternehmensbewertung geführt hat. In einer Mitteilung teilte das Unternehmen mit, dass Mitarbeitern die Möglichkeit eingeräumt wurde, Anteile zu veräußern. Gleichzeitig hätten Investoren ihre Beteiligungen ausbauen können, wodurch sich bestehende Partnerschaften vertieft hätten. Infolge der Transaktion steigt die Bewertung des Unternehmens nach eigenen Angaben auf 75 Milliarden Dollar, was umgerechnet etwa 65 Milliarden Euro entspricht.

Der Vorstandschef und Mitgründer des Unternehmens, Nik Storonsky, erklärte, dieser Schritt zeige die starke Entwicklung innerhalb der vergangenen zwölf Monate auf dem Weg zu der angestrebten Positionierung als global agierende Bank. Revolut verfolgt das Ziel, 100 Millionen täglich aktive Kunden in 100 Ländern zu erreichen. Zuvor war das Unternehmen im August des vergangenen Jahres mit 45 Milliarden Dollar bewertet worden.

Die aktuelle Transaktion wurde von mehreren Investoren angeführt, darunter Coatue, Greenoaks, Dragoneer sowie Fidelity Management and Research Company. Bestandteil der Maßnahme war zudem eine Investition von NVentures, der Risikokapital-Sparte des US-Chipkonzerns Nvidia. Weitere Details wurden von Revolut nicht veröffentlicht. Ein Sprecher des Unternehmens äußerte sich weder zu den Konditionen der Transaktion noch zu einem möglichen Verkauf von Anteilen durch bestehende Investoren.

Das wachsende Interesse an der Neobank hängt auch mit der operativen Entwicklung zusammen. Revolut konnte seinen Gewinn vor Steuern im vergangenen Jahr um 149 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar steigern. Der Umsatz legte im selben Zeitraum um 72 Prozent auf vier Milliarden Dollar zu. Das Unternehmen zählt derzeit 65 Millionen Kunden weltweit, bleibt damit aber noch deutlich hinter seinem langfristigen Ziel zurück.

Innerhalb der Europäischen Union operiert die Neobank mit einer Banklizenz aus Litauen, die einen EU-weiten Einsatz ermöglicht. In Großbritannien erhielt das Unternehmen im vergangenen Sommer eine Banklizenz, die jedoch zunächst nur mit Einschränkungen gilt. Revolut befindet sich dort noch in der Mobilisierungsphase, die als Zulassung mit Einschränkungen bezeichnet wird. In weiteren Regionen arbeitet das Unternehmen mit gesonderten Lizenzen. Zudem bewirbt sich die Neobank in Frankreich um eine Banklizenz, um ihre Präsenz in bedeutenden Märkten auszuweiten und den Austausch mit lokalen Behörden zu intensivieren.

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