Regions Financial: Gewinnsprung dank Zinserträgen
Die US-Regionalbank Regions Financial steigerte ihren Gewinn im vierten Quartal dank höherer Zinserträge und starker Performance in der Vermögensverwaltung. Der Nettozinsertrag kletterte um 4,1 Prozent.

Regions Financial, eine der größeren US-Regionalbanken mit Sitz in Birmingham, Alabama, hat im vierten Quartal 2024 einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnet. Der den Stammaktionären zurechenbare Nettogewinn stieg auf 514 Millionen US-Dollar, verglichen mit 508 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.
Zinserträge als Wachstumstreiber
Der Nettozinsertrag – die Differenz zwischen Einlagenzinsen und Kreditzinsen – legte um 4,1 Prozent auf 1,28 Milliarden Dollar zu. Dieser Anstieg erfolgte trotz der Zinssenkungen der Federal Reserve in den vergangenen Monaten. Während Zinssenkungen kurzfristig die Margen belasten können, kurbeln sie mittelfristig die Kreditnachfrage an und senken die Einlagenkosten.
Für 2026 prognostiziert Regions ein Wachstum der Zinserträge zwischen 2,5 und 4 Prozent. Diese Prognose liegt allerdings unter den Analystenerwartungen von 4,2 Prozent, was die Aktie vorbörslich um 1,2 Prozent unter Druck setzte.
Starke Performance jenseits des Zinsgeschäfts
Die zinsunabhängigen Erträge stiegen im Quartal deutlich um 9,4 Prozent auf 640 Millionen Dollar. Besonders die Vermögensverwaltung und das Treasury Management trugen zu diesem Wachstum bei. CEO John Turner betonte, dass die Bank 2025 Rekordergebnisse in diesen Bereichen erzielt habe.
Auch die Gebühren aus dem Karten- und Geldautomatengeschäft legten zu. Regionale Kreditgeber wie Regions haben in den vergangenen Jahren zunehmend Marktanteile im mittleren Marktsegment gewonnen – traditionell eine Domäne der großen Wall-Street-Banken.
Risikovorsorge leicht verbessert
Die Quote der Vorsorge für Kreditausfälle lag zum Quartalsende bei 1,76 Prozent, verglichen mit 1,79 Prozent vor einem Jahr. Diese leichte Verbesserung deutet auf eine stabilere Wirtschaftslage hin. Turner signalisierte, dass sich die zugrunde liegenden Wirtschaftstrends verbesserten.
Die Risikovorsorge gilt als wichtiger Indikator für die Wirtschaftsaussichten. Eine sinkende Quote deutet darauf hin, dass Banken mit weniger Kreditausfällen bei Verbrauchern und Unternehmen rechnen.
Ausblick für deutsche Anleger
Regions Financial profitiert von der robusten US-Wirtschaft und dem anhaltenden Wachstum im Mittelstandsgeschäft. Die Bank zeigt, dass auch regionale Institute im Wettbewerb mit den Branchenriesen bestehen können. Für deutsche Anleger, die auf den US-Bankensektor setzen möchten, bieten Regionalbanken eine interessante Diversifikation zum Engagement in den Großbanken.
