Realty Income: Ex-Tag am 30. September – 385 Aktien für 1.251 Dollar Dividende
Realty Income schüttet monatlich aus. Der Ex-Tag für die Oktober-Dividende ist der 30. September.

Realty Income zählt zu den bekanntesten Immobilien-Investmenttrusts (REITs) weltweit. Der US-Konzern schüttet sein operatives Einkommen nahezu vollständig an die Aktionäre aus – und das seit Jahrzehnten zuverlässig. Wer die nächste monatliche Dividende am 15. Oktober kassieren möchte, muss die Aktien spätestens am 30. September im Depot halten. Das ist der sogenannte Ex-Dividenden-Tag.
Die aktuelle Dividendenrendite von Realty Income liegt auf Basis der letzten zwölf Monate bei beachtlichen 5,2 Prozent. Zum Vergleich: Deutsche Immobilienaktien oder klassische Festverzinsliche werfen oft deutlich weniger ab. Der REIT-Status zwingt das Unternehmen steuerlich dazu, den Großteil der Gewinne auszuschütten – ein Vorteil für einkommensorientierte Anleger.
So viele Aktien braucht es für 1.251 Dollar im Jahr
Das Medianeinkommen eines Vollzeitbeschäftigten in den USA liegt bei etwa 1.251 Dollar pro Woche. Dieser Betrag dient als anschaulicher Referenzwert für Anleger, die im Ruhestand ihr Gehalt durch Dividendeneinkünfte ersetzen möchten. Um jährlich 1.251 Dollar allein von Realty Income zu erhalten, sind 385 Aktien nötig.
Bei einem aktuellen Kurs von rund 57 Dollar pro Aktie entspricht das einer Investitionssumme von etwa 21.945 Dollar. Die jährliche Dividende pro Aktie beträgt derzeit 3,25 Dollar. Bemerkenswert: Realty Income hat die Dividende seit 115 Quartalen in Folge – also über mehr als 28 Jahre – jedes Quartal gesteigert.
Das klingt nach einer hohen Anfangsinvestition für ein wöchentliches Gehalt. Doch der Blick auf die Vergangenheit zeigt das Potenzial: Wer beispielsweise im Jahr 2015 genau 385 Anteile gekauft hätte, hätte damals rund 19.878 Dollar investiert. Seitdem flossen bereits Dividenden in Höhe von 12.298,44 Dollar – das entspricht 61,9 Prozent der ursprünglichen Investition.
Monatliche Zahlungen als Vorteil für den Vermögensaufbau
Realty Income schüttet seine Dividende monatlich aus, nicht vierteljährlich wie viele andere REITs. Das bedeutet für Anleger einen stetigen Geldfluss und mehr Flexibilität beim Wiederanlegen. Wer nicht sofort die volle Summe von knapp 22.000 Dollar investieren kann, muss sich keinen Druck machen. Durch die monatliche Zahlungsstruktur kommt stets die nächste Ausschüttung um die Ecke.
Für deutsche Anleger ist der REIT aus steuerlicher Sicht interessant: Die Dividenden unterliegen der Abgeltungsteuer, die Quellensteuer in den USA kann in der Regel angerechnet werden. Die hohe Rendite von über fünf Prozent macht Realty Income zu einer der attraktivsten Adressen im REIT-Sektor – insbesondere in einem Umfeld, in dem Festgeld und Anleihen weiterhin vergleichsweise niedrige Erträge bieten.
Das Unternehmen selbst ist für sein diversifiziertes Portfolio bekannt: Realty Income investiert in freistehende Einzelhandelsimmobilien, die an bonitätsstarke Mieter vermietet sind. Dieses Geschäftsmodell sorgt für stabile Mieteinnahmen und damit für verlässliche Dividendenzahlungen. Die kontinuierliche Steigerung der Ausschüttung über mehr als 28 Jahre unterstreicht die Qualität des Unternehmens.
Anleger sollten jedoch beachten, dass der Aktienkurs von Realty Income wie bei allen REITs von der Zinsentwicklung beeinflusst wird. Steigende Zinsen können den Kurs belasten, da höhere Renditen bei festverzinslichen Anlagen die Attraktivität von Dividendentiteln schmälern. Dennoch bleibt der REIT aufgrund seiner langen Dividendenhistorie und der monatlichen Ausschüttungen eine erste Adresse für einkommensorientierte Anleger.
