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REalloys sichert 58 Mio. USD für Seltenerd-Anlagen vollständig

Das Nasdaq-Unternehmen REalloys hat die Finanzierung für zwei Schlüsselprojekte im Seltenerdbereich vollständig gesichert – ohne zusätzliche Kapitalmaßnahmen.

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REalloys sichert 58 Mio. USD für Seltenerd-Anlagen vollständig

Das an der Nasdaq notierte Unternehmen REalloys hat bestätigt, dass die Finanzierung für zwei strategisch bedeutende Projekte vollständig gesichert ist: die Modernisierung der Seltenerd-Verarbeitungsanlage des Saskatchewan Research Council (SRC) in Kanada sowie der Bau einer neuen Metallisierungsanlage für schwere Seltene Erden in den USA. Insgesamt stellt REalloys dafür 58,3 Millionen US-Dollar bereit – finanziert ausschließlich aus vorhandenen Barmitteln, ohne dass zusätzliche Kapitalmaßnahmen erforderlich sind.

Die Arbeiten an der SRC-Anlage sollen bereits im dritten Quartal 2025 beginnen. REalloys strebt eine deutliche Kapazitätserweiterung an: Die jährliche Produktionskapazität soll auf 525 Tonnen Neodym-Praseodym-Metall (NdPr) steigen. Hinzu kommen 30 Tonnen Dysprosiumoxid und 15 Tonnen Terbiumoxid pro Jahr. REalloys erhält im Gegenzug für die Kapazitätserweiterung die Rechte an 80 Prozent der erweiterten Produktion.

Die SRC-Anlage soll als voll integrierte Anlage im kommerziellen Maßstab betrieben werden. Sie extrahiert und trennt kritische Mineralien – einschließlich der Entfernung radioaktiver Elemente wie Uran und Thorium. Gemeinsam mit dem SRC plant REalloys, in der zweiten Jahreshälfte 2025 Trennungsversuche mit recycelten gemischten Seltenerdoxid-Rohstoffen voranzutreiben. Ziel ist es, bereits im vierten Quartal 2025 getrenntes Material für die potenzielle Kundenqualifizierung bereitzustellen.

Kommerzieller Betrieb ab 2027 geplant

Den kommerziellen Beginn der Abnahme von NdPr-Metall sowie Dysprosium- und Terbiumoxiden aus der SRC-Anlage erwartet REalloys für das dritte Quartal 2027. Damit verfolgt das Unternehmen einen klaren Zeitplan, der die gesamte Wertschöpfungskette von der Trennung bis zur Metallproduktion abdeckt.

Parallel dazu treibt REalloys die Planung und Beschaffung von Ausrüstung für seine geplante Metallisierungsanlage für schwere Seltene Erden voran. Diese Anlage wird im Tooele Army Depot im US-Bundesstaat Utah errichtet. REalloys erhielt den Zuschlag für Entwurf, Finanzierung, Bau und Betrieb dieser Anlage. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2028 geplant, der operative Start für das erste Halbjahr 2028. Die Anlage soll über eine jährliche Kapazität von 50 Tonnen an kombinierten Dysprosium- und Terbiumoxid-Rohstoffen verfügen.

Nordamerikas erste kommerzielle Anlage ihrer Art

Die Metallisierungsanlage am Tooele Army Depot wird nach Unternehmensangaben Nordamerikas erste kommerzielle Metallisierungs- und Verarbeitungsanlage für schwere Seltene Erden sein. REalloys erwartet, dass die Verhandlungen mit der US Army über einen langfristigen Pachtvertrag zur erweiterten Nutzung (Enhanced Use Lease) bis Mitte September abgeschlossen sein werden.

Seltene Erden wie Dysprosium, Terbium und Neodym sind unverzichtbare Rohstoffe für Hochleistungsmagnete, die in Elektrofahrzeugen, Windkraftanlagen und militärischen Systemen eingesetzt werden. Der Großteil der weltweiten Produktion und Verarbeitung liegt derzeit in China, was westliche Staaten zunehmend als strategisches Risiko betrachten.

REalloys konzentriert sich auf die Lieferung von qualifizierten Seltenerdmetallen und Legierungen aus verbündeten Nationen an das US-Verteidigungsministerium, das US-Energieministerium, die NASA sowie die industrielle Basis der US-Verteidigung und die breitere US-Industrie. Das Unternehmen positioniert sich damit als wichtiger Akteur in den Bemühungen westlicher Länder, unabhängige Lieferketten für kritische Mineralien aufzubauen.

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