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Afarak Group: Umsatz bricht ein – Optimismus für zweites Halbjahr

Der Speziallegierungshersteller Afarak verzeichnet im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang von 25,9 Prozent, bleibt aber zuversichtlich.

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Afarak Group: Umsatz bricht ein – Optimismus für zweites Halbjahr

Die Afarak Group, Hersteller von Speziallegierungen, hat für die ersten sechs Monate bis zum 30. Juni einen deutlichen Umsatzrückgang gemeldet. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 25,9 Prozent auf 57,1 Millionen Euro. Gleichzeitig ging der Absatz an verarbeitetem Material um 25,9 Prozent auf 11.372 Tonnen zurück, während die geförderte Tonnage um 12,8 Prozent auf 130.256 Tonnen fiel.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Berichtszeitraum auf 1,6 Millionen Euro, was einer EBITDA-Marge von 2,8 Prozent entspricht. Das Finanzergebnis wurde zusätzlich durch eine Marktwertanpassung in Höhe von 500.000 Euro auf ausstehende Devisentermingeschäfte zum Stichtag 30. Juni belastet. In der Folge wies das Unternehmen einen Periodenverlust von 700.000 Euro aus.

Der operative Cashflow lag bei 1,5 Millionen Euro, und die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum 30. Juni auf 4,9 Millionen Euro. Damit verfügt Afarak trotz des schwierigen Marktumfelds über eine solide Liquiditätsbasis.

Schwieriges Marktumfeld belastet Ergebnisse

CEO Guy Konsbruck beschreibt das Geschäftsjahr 2026 als außerordentlich herausfordernd: „Die Marktbedingungen im gesamten Jahr 2026 waren sehr kompliziert. Während sich die Preise für kohlenstoffarmes Ferrochrom in Dollar ausgedrückt verbessert haben, gab es einen starken Rückgang beim Verbrauch, insbesondere in Europa, vor allem bedingt durch die Automobilindustrie sowie den Öl- und Gassektor."

Konsbruck verweist zudem auf geopolitische Belastungsfaktoren: „Die durch den Iran-Krieg und den Ukraine-Krieg verursachten Störungen haben unseren Kundenstamm schwer getroffen." Als Reaktion auf die schwache Nachfrage entschied sich das Unternehmen, die Produktion von kohlenstoffarmem Ferrochrom zu drosseln, um Angebot und Nachfrage besser in Einklang zu bringen.

Neben dem Nachfragerückgang sieht sich Afarak weiteren strukturellen Herausforderungen gegenüber. Der schwache US-Dollar belastet laut Unternehmensangaben die Gewinnmargen. Zudem dämpfen Billigimporte aus Kasachstan, der Türkei, Brasilien und Indien die Marktpreisentwicklung weiter.

Hoffnung auf Erholung ab September

Für das zweite Halbjahr zeigt sich Afarak vorsichtig optimistisch. Das Unternehmen erwartet, dass sich die Nachfrage nach kohlenstoffarmem Ferrochrom in Standardqualität nach der Sommerpause verbessern wird – begünstigt durch die derzeit sehr niedrigen Lagerbestände in der Branche. Im Spezialsegment könnten sogar deutlichere Nachfrageverbesserungen zu verzeichnen sein.

CEO Konsbruck ergänzt: „Wir erwarten, dass die Nachfrage ab September wieder anzieht, insbesondere falls eine schnelle Lösung des Iran-Konflikts erreicht werden kann. In der Zwischenzeit verfolgen wir aktiv künftige Geschäftsmöglichkeiten, um unsere Aktivitäten zu diversifizieren und neue Einnahmequellen zu erschließen."

Das südafrikanische Chromerzgeschäft soll laut Unternehmensangaben stabil bleiben. Die Konzentratproduktion in der neuen Waschanlage der Mine Vlaakport laufe reibungslos. Darüber hinaus wachse die Nachfrage nach Chromerz in China kontinuierlich, und die Preise hätten nach einem Rückgang im zweiten Quartal zuletzt wieder zu steigen begonnen – ein weiteres positives Signal für die zweite Jahreshälfte.

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