Entscheidung zur Thyssenkrupp-Stahlsparte erwartet
Ursula Gather sieht Chancen für Stiftungsbeteiligung und diverse Partnerschaftsoptionen im Stahlsektor

Die Krupp-Stiftung, vertreten durch Ursula Gather, erwartet eine zügige Entscheidung bezüglich der Abspaltung der Thyssenkrupp-Stahlsparte. Laut Gather wird von allen Beteiligten eine rasche Verselbstständigung des Stahlgeschäfts angestrebt, da Stillstand keine Option für Thyssenkrupp sei. Sie betonte, dass eine Entscheidung in absehbarer Zeit getroffen werden könnte.
Darüber hinaus schließt Gather nicht aus, dass die Stiftung sich direkt am neuen Stahlunternehmen beteiligen könnte, sei es durch einen Börsengang oder andere Varianten. Die entscheidende Frage für die Stiftung sei, ob dies langfristig stabile Einnahmen verspricht. Wenn es zu einer Abspaltung kommt, würden die bestehenden Aktionäre von Thyssenkrupp automatisch auch Anteilseigner des neuen Stahlunternehmens.
In Bezug auf das Interesse des Milliardärs Daniel Kretinsky erklärte Gather, dass der Vorstand von Thyssenkrupp weiterhin alle Optionen prüfe und Gespräche führe, bevor er dem Aufsichtsrat eine Lösung vorschlage.
Thyssenkrupp sondiert derzeit potenzielle Partner aus verschiedenen Bereichen, darunter Unternehmen, die Energie oder grüne Brammen liefern, andere strategische Investoren und Private-Equity-Firmen. Die genaue Ausgestaltung der geplanten Verselbstständigung bleibt jedoch noch offen und ist Gegenstand der Überlegungen des Thyssenkrupp-Vorstands.
Die Entscheidung über die Zukunft der Thyssenkrupp-Stahlsparte wird daher mit großer Spannung erwartet, da sie erheblichen Einfluss auf die deutsche Industrie und die Krupp-Stiftung haben könnte.
