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Qualcomm mit Rekordquartal: Speicherchip-Engpass bremst Wachstumsaussichten

Trotz Rekordumsatz von 12,25 Milliarden Dollar bleibt der Chipriese beim Ausblick vorsichtig

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Qualcomm mit Rekordquartal: Speicherchip-Engpass bremst Wachstumsaussichten

Der weltgrößte Smartphone-Chip-Hersteller Qualcomm hat im abgelaufenen Quartal einen Rekordumsatz von 12,25 Milliarden Dollar erzielt – ein Plus von fünf Prozent im Jahresvergleich. Doch die Freude über die starken Zahlen wird von einem verhaltenen Ausblick getrübt. CEO Cristiano Amon macht dafür einen unerwarteten Engpass verantwortlich: fehlende Speicherchips.

"Im Grunde bin ich sehr zufrieden mit der Geschäftsentwicklung. Wenn wir nur mehr Speicherchips hätten", erklärte Amon gegenüber Reuters. Die Knappheit treibt die Preise für Mobiltelefone in die Höhe und könnte 2026 zu einem Absatzrückgang bei Smartphones führen. An der Wall Street reagierten Anleger enttäuscht: Die Qualcomm-Aktie verlor im nachbörslichen Handel knapp sieben Prozent.

Für das laufende Quartal peilt der US-Konzern einen Umsatz zwischen 10,2 und 11 Milliarden Dollar an. Der Gewinn je Aktie soll sich auf 2,45 bis 2,65 Dollar belaufen. Diese Prognose liegt unter den Erwartungen vieler Analysten, die auf die anhaltend robuste Nachfrage nach Smartphone-Chips gesetzt hatten.

Rechenzentren verschärfen Chip-Knappheit

Der Grund für die Speicherchip-Knappheit liegt im Bauboom bei Rechenzentren. Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich, während sich Hersteller zunehmend auf ertragsstärkere Hochleistungsspeicher für Künstliche Intelligenz konzentrieren. Dadurch schrumpfen die Fertigungskapazitäten für herkömmliche Speicherchips, die in Smartphones und PCs verbaut werden.

Diese Entwicklung trifft Qualcomm besonders hart, da der Konzern seine Geschäftsfelder gerade diversifiziert. Neben dem Kerngeschäft mit Smartphone-Chips setzt das Unternehmen verstärkt auf Prozessoren für PCs und Rechenzentren. Ein zentraler Hoffnungsträger ist dabei der Snapdragon X Elite Chip für Microsofts Windows-Betriebssystem.

Angriff auf Intel und AMD

Mit dem Snapdragon X Elite will Qualcomm den etablierten PC-Chip-Herstellern Intel und AMD Marktanteile abnehmen. Doch auch hier könnten die steigenden Speicherchip-Preise zum Bremsklotz werden. Experten erwarten, dass die höheren Kosten auch die PC-Nachfrage dämpfen werden – ein Risiko für Qualcomms Expansionspläne.

Parallel baut der Konzern sein KI-Server-Geschäft aus. Zu den Kunden zählt bereits ein KI-Entwickler, der vom saudi-arabischen Staatsfonds gegründet wurde. Zudem laufen Verhandlungen mit einem großen Cloud-Anbieter, dessen Namen Qualcomm noch nicht nennen wollte. Diese Diversifizierung könnte langfristig helfen, die Abhängigkeit vom schwächelnden Smartphone-Markt zu reduzieren.

Die aktuelle Situation zeigt: Selbst Rekordquartale können Anleger enttäuschen, wenn der Ausblick die hohen Erwartungen nicht erfüllt. Für Qualcomm wird entscheidend sein, wie schnell sich die Speicherchip-Knappheit auflöst und ob die neuen Geschäftsfelder die Wachstumsschwäche im Smartphone-Segment kompensieren können.

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