Puma senkt Prognose für 2025 deutlich
Gewinnrückgang, schwaches Wachstum in China und USA, Aktie verliert stark an Wert

Puma hat die Geschäftszahlen für das Jahr 2024 veröffentlicht. Der Umsatz des Sportartikelherstellers stieg um 4,4 Prozent auf rund 8,8 Milliarden Euro. Dennoch bleiben die finanziellen Ergebnisse hinter den eigenen Erwartungen zurück. Das operative Ergebnis blieb mit 622 Millionen Euro unverändert gegenüber dem Vorjahr, während das Konzernergebnis um 7,6 Prozent auf 282 Millionen Euro sank. Im Geschäftsjahr zuvor hatte das Unternehmen noch ein Konzernergebnis von 305 Millionen Euro erzielt.
An der Börse reagierten Anleger negativ auf die schwächeren Zahlen. Die Aktie von Puma verlor am Mittwochmorgen über 20 Prozent ihres Wertes. Bereits seit dem Höchststand vor rund drei Jahren hat das Papier mehr als drei Viertel seines ursprünglichen Werts eingebüßt. Die Umsatzentwicklung in den Märkten USA und China blieb hinter den Erwartungen zurück. In China rangiert Puma lediglich auf Platz 16 der Sportmarken, während der Marktanteil in den USA unter drei Prozent liegt. Das Unternehmen hatte in beiden Regionen neue Management-Teams eingesetzt und ambitionierte Ziele formuliert, doch bisher blieb der erhoffte Erfolg aus.
Trotz der großen Sportereignisse im vergangenen Jahr, darunter die Olympischen Spiele und die Fußball-Europameisterschaft, konnte Puma keine signifikante Verbesserung in den Zielmärkten verzeichnen. Während das Unternehmen in Amerika einen Umsatzanstieg von rund sieben Prozent verbuchte, blieb das Wachstum in Asien und den Pazifikstaaten mit 3,8 Prozent verhalten. Der Blick auf das erste Quartal 2025 zeigt eine gedämpfte Prognose: Puma rechnet mit einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich unter Vorjahresniveau, was vor allem auf die schwache Geschäftsentwicklung in den USA und China zurückzuführen sei.
Konkurrent Adidas verzeichnete dagegen stärkere Zuwächse. Das Unternehmen erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 23,7 Milliarden Euro, was einem Anstieg von zwölf Prozent entspricht. Das Betriebsergebnis stieg auf 1,3 Milliarden Euro, nachdem es im Vorjahr noch bei 268 Millionen Euro gelegen hatte. Besonders in China konnte Adidas mit einem Umsatzplus von zehn Prozent punkten, während Puma dort nur ein moderates Wachstum verzeichnete.
Für das Geschäftsjahr 2025 hat Puma seine Erwartungen gesenkt. Das Unternehmen prognostiziert ein operatives Ergebnis zwischen 445 und 525 Millionen Euro, deutlich weniger als die 622 Millionen Euro im Jahr 2024. Auch das angekündigte Sparprogramm, das unter anderem den Abbau von 500 Arbeitsplätzen umfasst, wird das Ebit um bis zu 75 Millionen Euro belasten. Der Umsatz soll 2025 nur um ein bis maximal fünf Prozent steigen, nachdem Puma noch im Januar einen stärkeren Zuwachs in Aussicht gestellt hatte.
