Prognose: Nvidia-Aktie könnte sich nach historischem 150-Milliarden-Rückkauf verdoppeln
Nvidia stockt sein Aktienrückkaufprogramm um 150 Milliarden US-Dollar auf – ein Signal für Unterbewertung und mögliche Kursverdopplung.

Nvidia hat eine Erhöhung seiner Aktienrückkauf-Freigabe um 150 Milliarden US-Dollar genehmigt. Das Management des Chipkonzerns setzt damit ein deutliches Zeichen an die Kapitalmärkte. Nach Einschätzung von The Motley Fool deutet diese massive Freigabe darauf hin, dass die Aktie unterbewertet ist. Der Schritt gilt als historisch und könnte für Anleger ein Kaufsignal sein.
Die Argumentation der Analysten stützt sich auf zwei Säulen: das hervorragende Wachstum des Unternehmens und die zugleich günstige Bewertung. Beide Faktoren zusammen sind wahrscheinlich der Grund für die Entscheidung des Managements, die Rückkauf-Freigabe in dieser Größenordnung anzuheben. Wer die Aktie kauft, könnte nach Einschätzung der Quelle in den nächsten zweieinhalb Jahren eine Verdopplung des Kurses erleben.
Die Details
Im Mittelpunkt der Meldung steht eine einzige, aber gewichtige Zahl: 150 Milliarden US-Dollar. In dieser Höhe hat der Vorstand von Nvidia eine Erhöhung der Freigabe für Aktienrückkäufe genehmigt. Eine solche Freigabe ermächtigt das Unternehmen, eigene Aktien am Markt zurückzukaufen, ohne dass es sich dabei um eine kurzfristige Einmalmaßnahme handeln muss.
The Motley Fool interpretiert diesen Beschluss als Bewertungsurteil des Managements über das eigene Unternehmen. Wenn ein Vorstand in großem Stil eigene Aktien zurückkauft, drückt er damit aus, dass er den aktuellen Börsenkurs für zu niedrig hält. Die Quelle nennt in diesem Zusammenhang ausdrücklich das hervorragende Wachstum und die günstige Bewertung als wahrscheinliche Motive.
Der Zeitpunkt der Meldung fällt in eine Phase, in der Nvidia bereits mehrfach mit Kapitalrückführungen aufgefallen ist. Die jüngste Erhöhung um 150 Milliarden US-Dollar reiht sich damit in eine Serie von Maßnahmen ein, mit denen der Konzern seine Aktionäre am wachsenden Geschäftserfolg beteiligt. Für Anleger ist dabei entscheidend, dass die Quelle den historischen Charakter des Schrittes betont und ihn ausdrücklich als Kaufsignal wertet.
Hintergrund: Was bisher geschah
Die aktuelle Entscheidung ist kein Einzelfall, sondern Teil einer erkennbaren Strategie. Bereits am 24.05.2026 berichtete aktien.news, dass Nvidia sein Aktienrückkaufprogramm um 80 Milliarden US-Dollar aufgestockt hat. Gleichzeitig hat der Chip-Konzern damals seine Quartalsdividende verfünfundzwanzigfacht. Diese Maßnahmen signalisierten nach Einschätzung des Berichts ein hohes Maß an Vertrauen des Vorstands in die finanzielle Stärke des Unternehmens. Die Grundlage für diese großzügigen Kapitalrückführungen lieferte der freie Cashflow, der sich im vergangenen Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelt hatte.
Schon kurz zuvor, am 21.05.2026, hatte aktien.news gemeldet, dass Nvidia im jüngsten Quartalsbericht sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz die Erwartungen der Analysten übertroffen hat. Zusätzlich gab der Chiphersteller eine Umsatzprognose für das laufende Quartal ab, die ebenfalls über den Schätzungen lag. Neben den starken Zahlen kündigte Nvidia damals ein neues Aktienrückkaufprogramm im Wert von 80 Milliarden US-Dollar an. Aktienrückkäufe gelten als Signal des Managements, dass es die eigenen Aktien für unterbewertet hält.
Am 16.09.2026 folgte ein weiterer Bericht: Nvidia hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres rund 26 Milliarden US-Dollar an seine Aktionäre ausgeschüttet. Die Summe setzte sich aus Aktienrückkäufen und Dividenden zusammen. Die Ausschüttungen im ersten Halbjahr beliefen sich auf mehr als 45 Milliarden US-Dollar und übertrafen damit bereits die Gesamtausschüttungen des gesamten Geschäftsjahres 2026. Der Vorstand setzt offenbar darauf, dass die aktuell hohen Gewinne des Unternehmens noch mindestens drei weitere Jahre anhalten.
Ergänzend hatte aktien.news am 21.09.2026 über drei Gründe berichtet, die im Herbst für einen Einstieg bei Nvidia sprechen. Angeführt wurde die Liste von einer Bewertung, die trotz der jüngsten Kursgewinne alles andere als überteuert erscheint. Damals notierte die Nvidia-Aktie lediglich zum 14-fachen des bereinigten Gewinns für das kommende Geschäftsjahr. Für ein Unternehmen, das im laufenden Jahr den Gesamtmarkt bereits deutlich geschlagen hatte, sei das ein bemerkenswert moderates Niveau. Die Fundamentaldaten des Konzerns verbesserten sich sogar noch schneller als der Aktienkurs.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem als Signal zu lesen. Eine Rückkauf-Freigabe in Höhe von 150 Milliarden US-Dollar verringert langfristig die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien, sofern das Unternehmen die Freigabe tatsächlich nutzt. Das kann den Gewinn je Aktie stützen, ohne dass das operative Geschäft zusätzlich wachsen muss. Die Quelle verbindet den Schritt ausdrücklich mit der Einschätzung, dass die Aktie unterbewertet sei.
Zugleich bleibt festzuhalten, dass eine Rückkauf-Freigabe zunächst nur eine Ermächtigung darstellt. Sie verpflichtet das Unternehmen nicht, das gesamte Volumen auszuschöpfen. Die früheren Berichte von aktien.news zeigen jedoch, dass Nvidia seine Programme in der Vergangenheit konsequent genutzt hat: Allein im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres flossen mehr als 45 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurück. Die Finanzierung stammt dabei aus dem laufenden Geschäftsbetrieb, wie der Bericht vom 24.05.2026 mit Verweis auf den nahezu verdoppelten freien Cashflow betont.
Anleger sollten die Aussagen der Quelle als Prognose und nicht als Garantie verstehen. The Motley Fool erwartet eine mögliche Verdopplung des Kurses innerhalb von zweieinhalb Jahren – eine Einschätzung, die auf Wachstum und Bewertung fußt, aber von der künftigen Geschäftsentwicklung abhängt. Dieser Artikel stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar.
Ausblick
Konkrete Termine nennt die Quelle nicht. Als Erwartungshorizont für eine mögliche Verdopplung der Aktie werden die nächsten zweieinhalb Jahre genannt. Aus den früheren Berichten von aktien.news geht zudem hervor, dass der Vorstand davon ausgeht, dass die aktuell hohen Gewinne noch mindestens drei weitere Jahre anhalten. Der kommunizierte Plan des Managements sieht vor, die Aktionäre weiterhin über Rückkäufe und Dividenden am Erfolg zu beteiligen. Ob und in welchem Umfang die neue Freigabe von 150 Milliarden US-Dollar ausgeschöpft wird, hängt von der weiteren Entwicklung des freien Cashflows ab.
Kurz erklärt
- Aktienrückkauf: Ein Unternehmen kauft eigene Aktien am Markt zurück und zieht sie ein oder hält sie in eigenen Beständen.
- Aktienrückkauf-Freigabe: Eine vom Vorstand genehmigte Obergrenze, bis zu der eigene Aktien erworben werden dürfen.
- Freier Cashflow: Der Geldbetrag, der nach Abzug aller Investitionen aus dem laufenden Geschäft übrig bleibt.
- Bereinigter Gewinn: Ein um Sonderposten korrigierter Gewinn, der die operative Ertragskraft besser abbilden soll.
