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Privates Vermögen erstmals seit Finanzkrise gesunken

Der jüngste Global Wealth Report der Banken Credit Suisse und UBS zeigt einen bedeutsamen Wandel

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Privates Vermögen erstmals seit Finanzkrise gesunken

Der jüngste Global Wealth Report der Banken Credit Suisse und UBS zeigt einen bedeutsamen Wandel im weltweiten Vermögen. Nach 15 Jahren kontinuierlichen Wachstums ist das private Nettovermögen abzüglich Schulden um 2,4 Prozent auf rund 416 Billionen Euro gesunken. Dies markiert das erste Mal seit der Finanzkrise 2008, dass ein Rückgang des Vermögens verzeichnet wurde. Der Bericht zeigt, dass nicht nur der Gesamtwert des Vermögens abgenommen hat, sondern auch die Zahl der Dollar-Millionäre weltweit gesunken ist.

Experten führen diese Veränderung auf verschiedene Faktoren zurück. Neben Verlusten an den Aktienmärkten und Wechselkursänderungen wird der Ukraine-Konflikt als entscheidender Einflussfaktor genannt. Insbesondere Regionen wie Nordamerika und Europa haben einen deutlichen Rückgang des Vermögens erlebt, während Lateinamerika hingegen Vermögenszuwächse verzeichnete, begünstigt durch Währungsaufwertungen.

Die Studie betont, dass der Vermögensrückgang trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Bedingungen nicht auf das gesamte Vermögen zutrifft. Während das Finanzvermögen schrumpfte, blieb das nicht finanzielle Vermögen, vor allem Immobilien, robust. Dies spiegelt sich in der unterschiedlichen Entwicklung der Zahl der Millionäre wider. Weltweit sank die Zahl der US-Dollar-Millionäre um 3,5 Millionen auf geschätzte 59,4 Millionen. In Deutschland reduzierte sich die Zahl der Millionäre um 253.000 auf etwa 2,6 Millionen.

Die Schweiz behält ihre Position als Land mit dem höchsten Vermögen pro Erwachsenem bei, gefolgt von den USA. Deutschland belegt in dieser Kategorie den 16. Platz. Ein interessantes Detail zeigt sich bei den Superreichen, jenen mit einem Vermögen von über 500 Millionen Dollar. Hier liegt Deutschland auf dem dritten Platz hinter den USA und China.

Die Ökonomen, die den Global Wealth Report erstellen, prognostizieren eine zukünftige Zunahme der Zahl der Millionäre weltweit. In den nächsten fünf Jahren wird erwartet, dass die Zahl auf etwa 86 Millionen steigen wird.

Die Studie basiert auf einer Analyse des Vermögens privater Haushalte weltweit. Obwohl Unterschiede in der Methodik bestehen, spiegeln die Ergebnisse den allgemeinen Trend des weltweiten Vermögens wider.

Wirtschaftspolitik

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