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Porsche setzt wieder verstärkt auf Verbrenner

Investitionsprogramm soll schwache Nachfrage und Gewinneinbruch ausgleichen

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Porsche setzt wieder verstärkt auf Verbrenner

Porsche hat ein umfangreiches Spar- und Investitionsprogramm beschlossen, um den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Der Sportwagenhersteller, eine Tochtergesellschaft von Volkswagen, plant, seine Modellpalette um mehr Fahrzeuge mit Verbrennungs- und Plug-in-Hybridmotoren zu erweitern. Damit reagiert das Unternehmen auf die schwache Nachfrage nach Elektro-Sportwagen. Die Entwicklung neuer Modelle und spezieller Ausstattungen wird mit erheblichen Investitionen verbunden sein, was das operative Ergebnis um rund 800 Millionen Euro belasten dürfte.

Das Unternehmen kündigte zudem organisatorische Veränderungen an, ohne jedoch konkrete Details zu möglichen Auswirkungen auf die Belegschaft zu nennen. Die Finanzlage von Porsche zeigt eine rückläufige Entwicklung: In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres sank der Umsatz um 5,2 Prozent auf 28,56 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis um 26,7 Prozent auf 4,04 Milliarden Euro zurückging. Die operative Umsatzrendite fiel von 18,3 Prozent im Jahr 2023 auf 14,1 Prozent. Für das Jahr 2025 erwartet das Unternehmen einen weiteren Rückgang der operativen Umsatzrendite auf zehn bis zwölf Prozent.

Porsche ist nicht nur von internen Herausforderungen betroffen, sondern auch von externen Marktentwicklungen. Insbesondere in China, einem einst lukrativen Markt, verzeichnet der Hersteller deutliche Rückgänge. Die wirtschaftlichen Probleme in China, vor allem im Immobiliensektor, haben zu einer sinkenden Nachfrage nach Premium- und Luxusfahrzeugen geführt. Zusätzlich hat Volkswagen im Massenmarktsegment seine Marktführerschaft an heimische Elektroautobauer wie BYD verloren, die den Markt mit günstigeren Modellen dominieren.

Trotz der schwierigen Lage plant Porsche, die Dividende auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Für 2023 betrug die Ausschüttung 2,30 Euro je Stammaktie und 2,31 Euro je Vorzugsaktie. Die Eigentümerholding Porsche SE rechnet aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation mit Wertberichtigungen in Milliardenhöhe. Für die Beteiligung an der Porsche AG wird eine Abschreibung von 2,5 bis 3,5 Milliarden Euro erwartet. Bei den Volkswagen-Anteilen könnte sich der Wertberichtigungsbedarf auf bis zu 20 Milliarden Euro belaufen.

Darüber hinaus hat Porsche angekündigt, dass Finanzvorstand Lutz Meschke und Vertriebsvorstand Detlev von Platen ihre Positionen räumen werden. Offizielle Gründe wurden nicht genannt, Experten vermuten jedoch, dass die schwachen Geschäftszahlen des vergangenen Jahres, insbesondere in China, eine Rolle gespielt haben.

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