ANZEIGE

Porsche SE startet mit Milliardenverlust ins Jahr

Hohe Abschreibungen und gestiegene Schulden belasten die Holding der VW-Eigentümerfamilien

2 Min
 Porsche SE startet mit Milliardenverlust ins Jahr

Die Porsche SE hat im ersten Quartal des laufenden Jahres einen deutlichen Verlust verzeichnet. Der Konzern, in dem die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch ihre Beteiligungen am Volkswagen-Konzern und an der Porsche AG gebündelt haben, wies ein Konzernergebnis nach Steuern von minus 1,08 Milliarden Euro aus. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 1,06 Milliarden Euro verbucht.

Der Rückgang ist vor allem auf Wertminderungen bei den Beteiligungen zurückzuführen. Für die Anteile an der Volkswagen AG musste die Holding eine Abschreibung in Höhe von 1,4 Milliarden Euro vornehmen. Bei der Porsche AG belief sich die Wertminderung auf 168 Millionen Euro. Bereits im Vorjahr hatte das Unternehmen mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen, als hohe Wertberichtigungen für deutliche Verluste sorgten.

Trotz der aktuellen Entwicklung hält die Porsche SE an ihrer Jahresprognose fest. Aufgrund der erwarteten Schwankungen bei den Wertansätzen der Beteiligungen hat der Konzern die Prognose auf bereinigte Kennzahlen umgestellt. Das Ziel für das bereinigte Nettoergebnis im Gesamtjahr bleibt bei 2,4 bis 4,4 Milliarden Euro. Im ersten Quartal lag dieser Wert bei 0,5 Milliarden Euro und damit deutlich unter dem Vorjahreswert.

Die negativen Entwicklungen bei Volkswagen und der Porsche AG hatten ebenfalls Auswirkungen auf das Ergebnis der Holding. Beide Unternehmen hatten zuvor Gewinneinbußen gemeldet, was sich auf die Bilanz der Porsche SE auswirkte. Die Nettoverschuldung der Holding stieg bis Ende März im Vergleich zum Jahreswechsel um 0,1 Milliarden Euro auf knapp 5,3 Milliarden Euro. Als Gründe nannte das Unternehmen Investitionen und Finanzierungskosten.

Der Schuldenstand der Porsche SE bleibt weiterhin hoch. Bis zum Jahresende rechnet die Gesellschaft mit einer Nettoverschuldung zwischen 4,9 und 5,4 Milliarden Euro. Hintergrund dieser Verschuldung ist unter anderem der Erwerb von 25 Prozent plus einer Stammaktie der Porsche AG beim Börsengang im Jahr 2022. Für diesen Anteil hatten die Eigentümerfamilien hohe Kredite aufgenommen, die nun in der Bilanz der Holding zu Buche schlagen.

PorscheFinanzenGewinneinbruch

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer