Pop Mart-Aktie steigt 10% nach erstem Aktienrückkauf seit zwei Jahren
Die Aktien des chinesischen Spielzeugherstellers Pop Mart International Group legten am Dienstag in Hongkong deutlich zu, nachdem das Unternehmen einen Aktienrückkauf im Volumen von 32 Millionen US-Dollar angekündigt hatte.

Die Aktien der Pop Mart International Group Ltd (HK: 9992) verzeichneten am Dienstag im Handel in Hongkong einen kräftigen Kurssprung von bis zu 10 Prozent auf 199,60 Hongkong-Dollar. Damit erholte sich die Aktie von ihrem schwächsten Stand seit acht Monaten. Auslöser war die Ankündigung des ersten Aktienrückkaufs seit Anfang 2024.
Rückkauf im Millionenvolumen
Das Unternehmen teilte in einer Pflichtmitteilung mit, dass es am Montag 1,4 Millionen eigene Aktien für einen Gesamtbetrag von 251 Millionen Hongkong-Dollar zurückgekauft habe, umgerechnet rund 32 Millionen US-Dollar. Der Schritt markiert die erste derartige Maßnahme seit fast zwei Jahren und signalisiert das Vertrauen des Managements in die eigene Bewertung.
Labubu-Hype verliert an Schwung
Der Aktienrückkauf erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt für Pop Mart. Das Unternehmen, bekannt für seine Labubu-Sammelfiguren, kämpft derzeit mit einer abkühlenden Anlegerstimmung. Die viralen Spielzeugfiguren hatten in den sozialen Medien für enormen Wirbel gesorgt und die Bewertung des Unternehmens im Laufe des Jahres 2024 und Anfang 2025 stark ansteigen lassen.
Aktie mit starkem Gesamtjahr trotz Rückschlägen
Der Hype um die Labubu-Figuren kühlte jedoch gegen Ende 2025 rasch ab, da die Produkte in den sozialen Medien an Zugkraft verloren. Dies führte zu einem längeren Rückgang des Aktienkurses. Dennoch verzeichnete die Pop Mart-Aktie für das Gesamtjahr 2025 einen beeindruckenden Gewinn von 109 Prozent, nachdem sie zu Jahresbeginn sogar um mehr als 200 Prozent gestiegen war.
Strategische Weichenstellung
Mit dem Aktienrückkauf sendet Pop Mart ein klares Signal an den Markt. Das Unternehmen zeigt sich überzeugt von seiner langfristigen Strategie, trotz der aktuellen Herausforderungen im Bereich der viralen Social-Media-Trends. Für Anleger stellt sich nun die Frage, ob das Unternehmen seine Erfolgsgeschichte mit neuen Produktlinien fortsetzen kann.
