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Politische Unsicherheit belastet Musk-Unternehmen nach den US-Wahlergebnissen

Tesla verliert 5,6 Prozent, SpaceX bis zu 8 Prozent – Musks politisches Engagement wird zum Risiko für Anleger.

• 2 Min
Politische Unsicherheit belastet Musk-Unternehmen nach den US-Wahlergebnissen

Die Aktien von Tesla und SpaceX haben am Mittwoch deutliche Kursverluste verzeichnet. Hintergrund sind die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen, die die politische Landschaft und damit die Aussichten für Elon Musks Firmenimperium verändert haben. Tesla gab um etwa 5,6 Prozent nach, SpaceX verlor bis zu 8 Prozent. Die Marktteilnehmer reagieren damit auf das Scheitern der massiven finanziellen Unterstützung, die Musk – laut Berichten rund 450 Millionen US-Dollar – in republikanische Wahlkämpfe investiert hatte.

Die politische Verschiebung bringt neue regulatorische Risiken mit sich. Besonders betroffen sind Bundesstaaten wie Texas, Ohio und Georgia, die für den Ausbau von KI-Infrastruktur und Rechenzentren von zentraler Bedeutung sind. Dort haben demokratische Kandidaten wichtige Siege errungen. In Texas, das laut GLJ Research bis 2030 etwa ein Viertel der US-Kapazitäten beherbergen soll, plant die designierte Gouverneurin Gina Hinojosa einen Stopp neuer Rechenzentrumsprojekte.

Hinojosa fordert strengere Auflagen, den Wegfall von Steuervergünstigungen sowie eine stärkere Beteiligung der lokalen Bevölkerung. Diese Entwicklung könnte die Expansionspläne von Tesla und SpaceX erheblich erschweren, die in Texas bedeutende Standorte unterhalten. Für deutsche Anleger ist das relevant, weil beide Unternehmen zu den am stärksten beachteten Wachstumswerten an den US-Märkten zählen und ihre Bewertung zuletzt stark an KI-Erwartungen geknüpft war.

Barclays wertet die Wahlergebnisse als Referendum über die KI-Entwicklung

Analysten von Barclays wiesen darauf hin, dass die demokratischen Wahlerfolge als Referendum über die KI-Entwicklung gewertet werden könnten. Während Ohio das höchste Risiko für ein direktes Moratorium aufweist, gilt die Lage in Georgia als weniger vorhersehbar, aber potenziell anfällig für eine regulatorische Neuausrichtung. Die Unsicherheit trifft die Unternehmen in einer Phase, in der Investoren die Aktien zunehmend auf Basis von KI-Wachstumserwartungen bewertet hatten.

Morgan Stanley hebt die Prognosen für SpaceX deutlich an

Trotz der politischen Gegenwinde bleibt Morgan Stanley optimistisch für SpaceX. Analyst Adam Jonas hob die Finanzprognosen für das Unternehmen deutlich an und verwies auf eine verbesserte Ertragslage. Morgan Stanley erwartet nun für 2027 einen Umsatz von 175 Milliarden US-Dollar und prognostiziert, dass SpaceX bereits 2031 einen positiven freien Cashflow erreichen könnte.

Jonas argumentiert, dass der Markt das KI-Geschäft von SpaceX massiv unterbewertet. Während das Kerngeschäft aus Raumfahrt und Konnektivität den Großteil der aktuellen Bewertung ausmache, werde das KI-Potenzial kaum eingepreist. Ein Erfolg beim nächsten Starship-Testflug könnte zudem die wirtschaftliche Effizienz der Satellitenstarts weiter steigern.

Spekulationen über eine Fusion von Tesla und SpaceX bleiben bestehen

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt die Spekulation über eine mögliche Fusion von Tesla und SpaceX. Laut Bloomberg gibt es Bestrebungen, ein solches Geschäft in der ersten Jahreshälfte des kommenden Jahres anzukündigen, um die regulatorische Genehmigung noch unter der aktuellen Regierung zu sichern. Ein solches Vorhaben könnte jedoch durch das nun feindlichere politische Umfeld erheblich erschwert werden.

Für Investoren bleibt die politische Exposition von Musks Unternehmen somit ein zentrales Risiko. Trotz der fundamental positiven Analysteneinschätzungen sorgt sie kurzfristig für Volatilität. Wer in Tesla oder SpaceX engagiert ist, muss daher sowohl die regulatorischen Entwicklungen in den US-Bundesstaaten als auch die Bewertung der KI-Ambitionen genau verfolgen.

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