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Piper Sandler stuft Rivian hoch: Aktie als Robotaxi-Gewinner

Das Investmenthaus sieht Rivian bestens positioniert für eine von autonomen Fahrzeugen geprägte Zukunft und hebt das Rating an.

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Piper Sandler stuft Rivian hoch: Aktie als Robotaxi-Gewinner

Das Investmenthaus Piper Sandler hat die Rivian-Aktie von „Neutral" auf „Overweight" hochgestuft und sieht den Elektrofahrzeughersteller als einen der großen Profiteure des wachsenden Robotaxi-Marktes. Gleichzeitig wurde das Kursziel auf 20 US-Dollar angehoben – ein Aufschlag von 26 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag. Die Aktie legte nach der Einstufungsänderung um mehr als 2 Prozent zu.

Analyst Alexander Potter begründete seinen geänderten Ausblick mit drei wesentlichen Entwicklungen bei Rivian. „Erstens hat RIVN die Auslieferungsprognose angehoben, was zum Teil auf die hohen Benzinpreise und ein erneutes Interesse an Elektrofahrzeugen zurückzuführen ist", schrieb Potter in einer Mitteilung vom Montag. Als zweiten Punkt nannte er, dass Rivian offenbar Anlaufschwierigkeiten beim neuen R2-SUV – einem entscheidenden Produkt für das Unternehmen – vermieden habe.

Drittens hob Potter eine jüngste Kapitalerhöhung hervor, die das weitere Wachstum finanzieren und gleichzeitig das Verwässerungsrisiko für bestehende Aktionäre verringern soll. Diese Kombination aus verbesserter Nachfrage, reibungslosem Produktanlauf und gesicherter Finanzierung veranlasste den Analysten, seinen Ausblick grundlegend zu überdenken.

Vertikale Integration als Schlüssel zum Erfolg

Potter sieht Rivian vor allem deshalb gut aufgestellt, weil das Unternehmen auf vertikale Integration setzt – ein Ansatz, der in einer Welt von Robotaxis und humanoiden Robotern entscheidend sein dürfte. Der Analyst argumentiert, dass Lieferketten für den Transport der erforderlichen Materialien und Güter in diesem Zukunftsszenario derzeit noch nicht existieren, weshalb Unternehmen mit eigener Fertigungstiefe klare Vorteile hätten.

Konkret verwies Potter auf die Entwicklung eigener elektronischer Steuergeräte und Leiterplatten durch Rivian – zwei kritische Systeme für moderne Fahrzeuge. Diese hauseigenen Designs brächten das Unternehmen auf den Weg, ein bedeutender Akteur im künftigen Marktumfeld zu werden, und verschafften ihm eine starke Position bei der Entwicklung autonomer Fahrzeuge.

Ein weiterer Vorteil der vertikalen Integration liegt laut Potter in der Monetarisierung von Software und Dienstleistungen. „Mit steigendem Volumen sollte Rivian besser in der Lage sein, Software und Dienstleistungen zu monetarisieren – ein wesentlicher Vorteil der vertikalen Integration", schrieb der Analyst. Damit folgt Rivian einem Geschäftsmodell, das in der Branche zunehmend als zukunftsweisend gilt.

Analysten-Meinungen zu Rivian gespalten

Trotz der positiven Einschätzung von Piper Sandler ist das Bild unter Analysten insgesamt gemischt. Von den 28 Experten, die Rivian laut dem Datenanbieter LSEG beobachten, bewerten 14 die Aktie mit „Buy" oder „Strong Buy". Weitere neun Analysten vergaben ein „Hold"-Rating, während die verbleibenden fünf die Aktie mit „Underperform" oder „Sell" einstufen.

Für deutsche Privatanleger ist Rivian ein Unternehmen, das seit seinem Börsengang im Jahr 2021 durch starke Kursschwankungen aufgefallen ist. Der Elektrofahrzeughersteller konkurriert in einem hart umkämpften Markt mit etablierten Playern wie Tesla, aber auch mit traditionellen Automobilherstellern, die ihre Elektrooffensive ausbauen. Die Hochstufung durch Piper Sandler könnte nun neues Interesse an der Aktie wecken – insbesondere bei Investoren, die auf den langfristigen Trend autonomer Mobilität setzen wollen.

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