Pfandbriefbank zahlt wieder Dividende und kauft Aktien zurück
Strategieanpassung und personelle Veränderungen nach schwieriger Phase am Immobilienmarkt

Die Deutsche Pfandbriefbank (PBB) plant nach einem schwierigen Jahr die Rückkehr zur Dividendenausschüttung und die Durchführung eines Aktienrückkaufs. Für das Jahr 2024 schlägt das Institut der Hauptversammlung eine Cash-Dividende von 15 Cent pro Aktie vor. Zusätzlich beabsichtigt die Bank, eigene Aktien im Wert von 15 Millionen Euro zurückzukaufen, sofern die Europäische Zentralbank dem Vorhaben zustimmt. Die Ausschüttungsquote würde damit über 50 Prozent liegen. Der Vorsteuergewinn für das vergangene Jahr wurde mit 104 Millionen Euro angegeben, nachdem er im Jahr 2023 bei 90 Millionen Euro gelegen hatte. Die Risikovorsorge verzeichnete einen Rückgang um 20 Prozent.
Die Bank erklärte, dass sich die Märkte für Gewerbeimmobilien zuletzt stabiler gezeigt hätten, jedoch weiterhin auf einem niedrigen Niveau verharrten. Für das Jahr 2025 rechne sie nicht mit einem deutlichen Anstieg der Transaktionsvolumina, erwarte aber sinkende Risikokosten. Im Vorjahr hatte die PBB die Dividendenzahlung für das Jahr 2023 ausgesetzt und den erwirtschafteten Überschuss thesauriert. Dies wurde mit der Notwendigkeit begründet, die Finanzstärke in der Spätphase des Immobilienzyklus im Interesse aller Stakeholder zu erhalten.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bank eine strategische Neuausrichtung angekündigt, um auf die anhaltenden Herausforderungen an den Immobilienmärkten zu reagieren. In diesem Zusammenhang soll das Engagement in den USA sowie im Büroimmobiliensegment schrittweise reduziert werden. Im Zuge dieser Strategie wurde ein Paket von amerikanischen und britischen Immobilienkrediten im Gesamtwert von rund einer Milliarde US-Dollar an den Investor Blackstone verkauft. Dabei handelte es sich um nicht-notleidende Darlehen, die unter anderem zur Finanzierung von Bürogebäuden genutzt wurden.
Zusätzlich zur Anpassung der Geschäftsstrategie verfolgt die PBB eine breitere Aufstellung ihrer Geschäftsfelder durch den Einstieg ins Asset Management. Neben diesen strukturellen Veränderungen gibt es auch personelle Wechsel im Vorstand. Erst zu Beginn dieser Woche hatte die Bank mitgeteilt, dass Jörn Joseph im Juni als neuer Risikovorstand antreten werde. Er war zuvor, ebenso wie Vorstandschef Kay Wolf, bei der Deutschen Bank tätig.
