PepsiCo und Procter & Gamble: Top-Basiskonsumgüter-Aktien für 2026
In unsicheren Zeiten bieten PepsiCo und Procter & Gamble stabile Dividenden, attraktive Bewertungen und verlässliches Wachstum für langfristige Anleger.

Die wirtschaftlichen Aussichten sind so ungewiss wie seit Langem nicht mehr. Zölle und der Iran-Krieg halten die Preise hoch, die US-Notenbank Federal Reserve verzichtet auf Zinssenkungen, und der Arbeitsmarkt zeigt Schwäche. In diesem Umfeld rücken Basiskonsumgüter-Aktien in den Fokus – Unternehmen, deren Produkte unabhängig von der Konjunktur nachgefragt werden.
PepsiCo (PEP) und Procter & Gamble (PG) sind dabei keine bloßen Krisengewinner. Ihre Dividendenhistorie, ihre Bewertungen und ihre Marktstellung machen sie zu überzeugenden langfristigen Investments – auch und gerade für deutsche Privatanleger, die auf Stabilität setzen.
PepsiCo: Mehr als nur Limonade
PepsiCo verkauft Getränke und Lebensmittel unter bekannten Marken wie Pepsi, Mountain Dew, Gatorade, Doritos und Quaker. Das Portfolio umfasst Wasser, Chips, Haferflocken und Reis – das Unternehmen ist damit weit mehr als ein klassischer Getränkehersteller.
Zuletzt litt der Konzern unter einem schleppenden Absatz: Verbraucher weichen angesichts höherer Preise auf günstigere Alternativen aus. Doch es gibt Fortschritte. Im ersten Quartal stieg der Umsatz von PepsiCo um 2,6 % im Jahresvergleich – bereinigt um Fremdwährungseffekte sowie Akquisitions- und Deinvestitionseffekte – und das Volumen legte leicht zu.
Für das Gesamtjahr 2025 wuchs der bereinigte Umsatz um 2 %, wobei Preiserhöhungen 4 Prozentpunkte beisteuerten, während ein geringeres Volumen 2 Prozentpunkte abzog. Für das laufende Jahr erwartet das Management eine Umsatzsteigerung von 2 % bis 4 %, was zu einem Gewinn-je-Aktie-Wachstum (EPS) von 4 % bis 6 % führen soll. Selektive Preissenkungen zur Volumensteigerung sind Teil der Strategie.
Bei der Bewertung überzeugt PepsiCo ebenfalls: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 24 – unter dem eigenen 10-Jahres-Median von 26 und deutlich unter dem KGV des S&P 500 von 32. Die Aktie ist damit historisch günstig bewertet.
Besonders attraktiv ist die Dividende. PepsiCo hat die Ausschüttung Anfang des Jahres um 4 % erhöht und zahlt nun vierteljährlich 1,48 US-Dollar je Aktie. Die Dividendenrendite beträgt damit rund 4 % – fast das Vierfache der S&P-500-Rendite von 1,1 %. Mit 54 aufeinanderfolgenden Jahren der Dividendenerhöhung zählt PepsiCo zur exklusiven Gruppe der sogenannten „Dividend Kings" – Unternehmen, die ihre Ausschüttungen seit mindestens 50 Jahren ununterbrochen gesteigert haben.
Procter & Gamble: 70 Jahre Dividendenwachstum
Procter & Gamble steht für Produkte des täglichen Bedarfs: Shampoo, Rasierer, Zahnbürsten, Zahnpasta, Waschmittel und Windeln. Starke Marken wie Head & Shoulders, Gillette, Oral-B, Tide und Pampers sichern dem Konzern hohe Marktanteile weltweit.
Während andere Konsumgüterhersteller mit Absatzschwierigkeiten kämpften, legte Procter & Gamble im dritten Geschäftsquartal (Zeitraum bis 31. März) beim bereinigten Umsatz um 3 % zu – davon entfielen 2 Prozentpunkte auf ein höheres Volumen. Das zeigt die Stärke des Portfolios auch in einem herausfordernden Umfeld.
Auch bei Procter & Gamble ist die Bewertung attraktiv: Das KGV liegt bei 21, verglichen mit dem 10-Jahres-Median von 25. Gegenüber dem Gesamtmarkt ist die Aktie damit ebenfalls günstig bewertet.
Die Dividendenhistorie von Procter & Gamble ist einzigartig. Das Unternehmen zahlt seit 1890 eine Dividende und hat die Ausschüttung in den vergangenen 70 Jahren jährlich erhöht. Im vergangenen Monat kündigte der Konzern eine Erhöhung der vierteljährlichen Dividende um 3 % auf 1,0885 US-Dollar je Aktie an. Die aktuelle Dividendenrendite beträgt 3,1 % – fast das Dreifache der S&P-500-Rendite.
Beide Unternehmen bieten deutschen Anlegern, die in einem unsicheren Marktumfeld auf Stabilität und Einkommensströme setzen, eine überzeugende Kombination aus defensivem Geschäftsmodell, attraktiver Bewertung und verlässlichem Dividendenwachstum. Basiskonsumgüter-Aktien wie PepsiCo und Procter & Gamble sind keine Geheimtipps – aber in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit erweisen sie sich immer wieder als solides Fundament eines diversifizierten Portfolios.
