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PayPay-Börsengang: QIA, Visa und ADIA als Ankerinvestoren geplant

SoftBanks japanischer Zahlungsdienstleister PayPay strebt beim Nasdaq-IPO eine Bewertung von bis zu 14 Milliarden Dollar an.

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PayPay-Börsengang: QIA, Visa und ADIA als Ankerinvestoren geplant

Der japanische Zahlungsdienstleister PayPay plant seinen Börsengang an der Nasdaq für den kommenden Monat – mit prominenten Ankerinvestoren. Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen sollen der Qatar Investment Authority (QIA), dem Kreditkartenriesen Visa sowie der Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) als strategische Erstinvestoren gewonnen werden. SoftBank erhofft sich dadurch eine gesteigerte Attraktivität des Börsengangs.

Die angestrebte Bewertung von bis zu 14 Milliarden Dollar würde PayPay zum bislang größten US-Listing eines japanischen Unternehmens machen. Ursprünglich war der IPO bereits für Dezember 2025 geplant, verzögerte sich jedoch durch einen langwierigen US-Government-Shutdown, der den Regulierungsprozess verlangsamte. Alle genannten Parteien – PayPay, SoftBank, Qatar Holdings, Visa und ADIA – äußerten sich auf Anfrage zunächst nicht.

Die Quellen betonten ausdrücklich, dass noch keine endgültigen Zusagen vorlägen. Umfang und Bedingungen potenzieller Ankerinvestitionen sowie die endgültige Bewertung seien weiterhin Gegenstand von Verhandlungen und könnten sich noch ändern.

Strategisch wichtig für SoftBanks KI-Kurs

Der geplante Börsengang kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die SoftBank Group. Der japanische Mischkonzern setzt verstärkt auf künstliche Intelligenz und hat allein 30 Milliarden Dollar für OpenAI zugesagt – aufbauend auf einer Investition von rund 41 Milliarden Dollar für einen Anteil von etwa 11 Prozent. Das PayPay-Listing wäre das erste US-Listing eines Unternehmens mit SoftBank-Mehrheitsbeteiligung seit dem Börsengang von Arm Holdings.

Um seine milliardenschweren KI-Investitionen zu finanzieren, hat SoftBank-CEO Masayoshi Son zuletzt erhebliche Vermögenswerte veräußert. Darunter fiel die Nvidia-Beteiligung im Wert von 5,8 Milliarden Dollar sowie T-Mobile-US-Aktien im Wert von 4,8 Milliarden Dollar. Ein erfolgreicher PayPay-IPO könnte dem Konzern eine willkommene Kapitalspritze verschaffen.

PayPay: Von der Bargeldgesellschaft zur digitalen Zahlungsplattform

PayPay wurde 2018 gemeinsam von SoftBank und Yahoo Japan gegründet. Das Unternehmen hat maßgeblich zur digitalen Transformation Japans beigetragen, indem es Verbraucher durch gezielte Rabattaktionen dazu ermutigte, Bargeld durch mobile Zahlungen zu ersetzen. Japan galt lange als eine der bargeldintensivsten Volkswirtschaften unter den Industrienationen.

Heute zählt PayPay rund 72 Millionen registrierte Nutzer – Stand 31. Dezember 2024 – und gehört damit zu den meistgenutzten Zahlungsplattformen des Landes. Anfang Februar 2025 gab das Unternehmen zudem eine Partnerschaft mit Visa bekannt, die den Weg für eine Expansion in den US-Markt ebnen soll. Reuters hatte bereits vor über zwei Jahren erstmals über ein mögliches US-Listing von PayPay berichtet.

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