ANZEIGE

Palantir: CEO verteidigt Überwachungstechnologie trotz ICE-Kritik

US-Regierungsaufträge treiben Umsatz um 66 Prozent - Aktie steigt nachbörslich um 5 Prozent

1 Min
Palantir: CEO verteidigt Überwachungstechnologie trotz ICE-Kritik

Palantir Technologies-CEO Alex Karp hat die Überwachungstechnologie seines Unternehmens verteidigt und gleichzeitig starke Quartalszahlen präsentiert. Der Umsatz aus dem US-Regierungsgeschäft stieg im vierten Quartal um beeindruckende 66 Prozent auf 570 Millionen US-Dollar. Der Gesamtumsatz von 1,41 Milliarden US-Dollar übertraf die Analystenerwartungen deutlich.

Das Datenanalyseunternehmen gerät jedoch zunehmend in die Kritik wegen seiner Zusammenarbeit mit der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE. Palantir entwickelt für die Behörde Überwachungssysteme zur Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen. Die Aktie reagierte dennoch positiv und legte im nachbörslichen Handel um 5 Prozent zu.

Karp betonte in der Telefonkonferenz nach der Ergebnisveröffentlichung, dass die Technologie über Schutzmechanismen verfüge, um staatliche Übergriffe zu verhindern. Das Unternehmen unterstütze "auf kritische Weise einige der interessantesten, komplexesten und ungewöhnlichsten Operationen" der US-Regierung. Konkrete Details zu den Regierungsprogrammen nannte er jedoch nicht.

Wachsende Kritik an ICE-Partnerschaften

Die Zusammenarbeit mit der Einwanderungsbehörde steht zunehmend im Fokus der Öffentlichkeit. Nach tödlichen Schießereien auf zwei US-Bürger im Januar wächst der Widerstand gegen die aggressiven Taktiken der ICE. In Minnesota kam es zu weitreichenden Protesten, die Karp in seiner Stellungnahme jedoch unerwähnt ließ.

Der Druck auf Unternehmen mit ICE-Verträgen nimmt zu. Das französische IT-Beratungsunternehmen CapGemini kündigte am Wochenende an, eine kleine US-Einheit mit ICE-Vertrag zu verkaufen. Die Entscheidung erfolgte nach Kritik französischer Gesetzgeber und anderer Interessengruppen.

Optimistische Prognose für 2026

Das in Denver ansässige Palantir erwartet für das laufende Jahr einen deutlichen Umsatzanstieg. Als Haupttreiber nennt das Unternehmen weitere Regierungsaufträge, die 2026 zum Tragen kommen sollen. Die starke Performance im Regierungsgeschäft unterstreicht die strategische Bedeutung öffentlicher Aufträge für Palantirs Wachstumsstrategie.

Die Quartalszahlen zeigen, dass Palantir trotz der ethischen Kontroversen wirtschaftlich erfolgreich bleibt. Investoren scheinen die Bedenken hinsichtlich der Überwachungstechnologie vorerst hintanzustellen und konzentrieren sich auf die soliden Finanzkennzahlen und positiven Zukunftsaussichten.

PalantirAlex KarpÜberwachungstechnologieICEUs-Regierungsaufträge

Meistgelesene News

  1. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  2. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte
  5. Nvidia dominiert KI-Markt: 5,2 Billionen Dollar Marktwert und neue Rekorde

Disclaimer