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OpenAI sichert sich 10-Milliarden-Dollar-Deal mit Cerebras

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat einen mehrjährigen Computing-Vertrag im Wert von über 10 Milliarden US-Dollar mit dem Chip-Hersteller Cerebras geschlossen. Die Vereinbarung läuft bis 2028 und soll die Rechenleistung für KI-Anwendungen deutlich steigern.

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OpenAI sichert sich 10-Milliarden-Dollar-Deal mit Cerebras

OpenAI hat einen wegweisenden Deal mit dem Nvidia-Konkurrenten Cerebras abgeschlossen, der über die Vertragslaufzeit einen Wert von mehr als 10 Milliarden US-Dollar erreicht. Der ChatGPT-Entwickler plant, die von Cerebras entwickelten Systeme für den Betrieb seines beliebten Chatbots und weiterer KI-Anwendungen zu nutzen.

Effizientere Chips als Alternative zu Nvidia

Die Zusammenarbeit begann im August vergangenen Jahres, nachdem Cerebras demonstriert hatte, dass OpenAIs Open-Source-Modelle auf seinen Chips effizienter laufen als auf herkömmlichen GPUs. Nach monatelangen Verhandlungen einigten sich die Unternehmen darauf, dass Cerebras Cloud-Dienste bereitstellt, die von seinen speziellen Chips angetrieben werden. Der Fokus liegt dabei auf Inferenz- und Reasoning-Modellen, die Zeit zum "Nachdenken" benötigen, bevor sie Antworten generieren.

"Die Integration von Cerebras in unsere Mischung von Computing-Lösungen zielt darauf ab, unsere KI viel schneller reagieren zu lassen", erklärte OpenAI in einer offiziellen Stellungnahme. Im Rahmen der Vereinbarung wird Cerebras Rechenzentren bauen oder mieten, die mit seinen Chips ausgestattet sind, während OpenAI für die Nutzung der Cloud-Dienste bezahlt. Die Kapazität wird in mehreren Tranchen bis 2028 hochgefahren.

Bedeutung für geplante Börsengänge

Der Deal ist für beide Unternehmen von strategischer Bedeutung. Für Cerebras, das 2015 gegründet wurde und für seine Wafer-Scale Engines bekannt ist, wird die Kooperation entscheidend für den geplanten Börsengang im zweiten Quartal 2025 sein. Das Unternehmen kann damit seine Einnahmen vom VAE-Technologiekonzern G42 diversifizieren, der bisher sowohl Investor als auch einer der größten Kunden war. Ein erster Börsengang-Versuch im Jahr 2024 war im Oktober zurückgezogen worden.

Milliarden-Investitionen in KI-Infrastruktur

OpenAI selbst bereitet ebenfalls einen Börsengang vor, der das Unternehmen auf bis zu 1 Billion US-Dollar bewerten könnte. CEO Sam Altman, der auch als früher Investor bei Cerebras engagiert ist, hatte bereits angekündigt, dass OpenAI 1,4 Billionen US-Dollar für den Aufbau von 30 Gigawatt an Rechenressourcen ausgeben will – genug Energie, um etwa 25 Millionen US-Haushalte zu versorgen.

Der Deal unterstreicht den enormen Bedarf der KI-Branche an Rechenleistung für Inferenz-Prozesse, bei denen Modelle auf Nutzeranfragen reagieren. Während Unternehmen Milliarden in die boomende Technologie investieren und die Bewertungen in die Höhe schnellen, mehren sich jedoch auch kritische Stimmen von Investoren und Experten, die vor einer möglichen Blase warnen, die an die Dotcom-Ära erinnert.

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