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OpenAI eröffnet erstes permanentes Büro in London mit 500 Plätzen

Trotz des gestoppten britischen Stargate-Projekts setzt OpenAI auf London als größtes Forschungszentrum außerhalb der USA.

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OpenAI eröffnet erstes permanentes Büro in London mit 500 Plätzen

OpenAI hat die Eröffnung seines ersten dauerhaften Büros in London bekanntgegeben. Das US-amerikanische KI-Unternehmen unterzeichnete am Montag einen Mietvertrag für eine Fläche von 88.500 Quadratfuß – genug Platz für über 500 Mitarbeiter. Die neuen Räumlichkeiten befinden sich im Londoner Stadtteil King's Cross, einem aufstrebenden Tech-Hub der britischen Hauptstadt.

King's Cross hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Anlaufpunkt für KI-Unternehmen entwickelt. Neben OpenAI sind dort bereits namhafte Akteure wie Google DeepMind, Meta, Synthesia und Wayve ansässig. Derzeit beschäftigt OpenAI rund 200 Mitarbeiter in London – die neue Bürofläche schafft Raum für eine deutliche Expansion.

Stargate-Projekt pausiert – Energiekosten als Hindernis

Die Ankündigung des neuen Büros fällt in eine turbulente Phase für OpenAIs Pläne im Vereinigten Königreich. Nur wenige Tage zuvor hatte das Unternehmen bestätigt, sein britisches „Stargate"-KI-Infrastrukturprojekt vorerst auf Eis gelegt zu haben. Als Gründe nannte OpenAI die hohen Energiekosten sowie das regulatorische Umfeld des Landes. Die Gespräche mit dem Projektpartner Nscale laufen laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle jedoch weiterhin.

Die Entscheidung, das Stargate-Projekt zu stoppen, gilt als Rückschlag für den britischen Anspruch, sich als weltweit führender KI-Standort zu etablieren. Die Industriestrompreise im Vereinigten Königreich gehören zu den höchsten weltweit. Kritiker hatten gegenüber CNBC bereits zuvor erklärt, dass hohe Energiekosten und Verzögerungen beim Netzzugang wesentliche Hindernisse für den Ausbau der KI-Infrastruktur darstellten.

Großbritannien kämpft um Anschluss im globalen KI-Rennen

Das Vereinigte Königreich versucht aktiv, im internationalen KI-Wettbewerb aufzuholen. Anfang 2025 startete die Regierung ihren „AI Opportunities Action Plan". Dennoch liegt das Land sowohl bei technologischen Innovationen als auch bei der Finanzierung noch deutlich hinter führenden Ökosystemen wie den USA und China zurück.

Die britische KI-Szene verzeichnet jedoch beachtliche Investitionen. Laut dem Datenanbieter Dealroom belaufen sich die Finanzierungen britischer KI-Startups im bisherigen Jahresverlauf auf 6,7 Milliarden US-Dollar – bereits knapp unter den 8,2 Milliarden Dollar des gesamten Vorjahres. Zu den größten Deals zählen:

Nscale

(KI-Cloud): 2 Milliarden US-Dollar im März -

Wayve

(autonomes Fahren): 1,2 Milliarden US-Dollar im Februar -

ElevenLabs

(KI-Sprache): 500 Millionen US-Dollar

Parallel zu den Investitionen intensivieren britische Regierungsvertreter ihre Bemühungen, OpenAI enger an das Land zu binden. Laut einem Bericht der Financial Times gehören dazu Vorschläge für eine Büroerweiterung in London sowie eine mögliche Doppelnotierung an der Börse. Hintergrund ist auch der Streit des US-Verteidigungsministeriums mit OpenAI-Rivalen Anthropic, der britischen Beamten eine Gelegenheit bietet, das Unternehmen aktiv zu umwerben.

Bereits im Februar hatte OpenAI angekündigt, London zu seinem größten Forschungszentrum außerhalb der USA ausbauen zu wollen. Die Unterzeichnung des neuen Mietvertrags ist ein konkreter Schritt in diese Richtung – auch wenn das ambitionierte Stargate-Infrastrukturprojekt vorerst auf Eis liegt.

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