Ölpreisturbulenzen reißen Dow Jones und S&P 500 ins Minus
Volatile Ölpreise und geopolitische Unsicherheit rund um die Straße von Hormus belasten die Wall Street am Dienstag.

Der Dow Jones und der S&P 500 beendeten den Dienstag im Minus und gaben damit zuvor aufgebaute Gewinne wieder ab. Zuvor hatte die Hoffnung auf ein schnelles Ende des Iran-Konflikts die Kurse angetrieben – doch die Stimmung kippte im Tagesverlauf. Lediglich der Nasdaq Composite konnte sich dank starker Technologiewerte leicht im Plus behaupten.
Nvidia zählte zu den Tagesgewinnern und legte bis Handelsschluss um mehr als 1% zu. Auch andere Halbleiterwerte entwickelten sich überdurchschnittlich stark und stützten den technologielastigen Nasdaq. Für Gesamtmarkt-Investoren blieb der Tag jedoch enttäuschend.
Ölpreise im Ausnahmezustand
Der eigentliche Auslöser der Marktturbulenzen waren die Rohölpreise. Am frühen Dienstag verzeichneten die Ölpreise einen der stärksten Einbrüche seit Jahren. Ausgelöst wurde der Rückgang unter anderem durch einen Social-Media-Post von US-Energieminister Chris Wright, der behauptete, die US-Marine habe erfolgreich einen Tanker durch die strategisch wichtige Straße von Hormus eskortiert.
Das Weiße Haus dementierte die Aussage umgehend: Die Marine habe keine Tanker durch die Meerenge geleitet. Wright löschte seinen Beitrag daraufhin. Die Straße von Hormus gilt als einer der bedeutendsten Öltransportwege der Welt – rund 20% des global gehandelten Rohöls passieren die enge Meerenge zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel. Allein die Andeutung einer Entspannung dort genügte, um die Preise zeitweise deutlich unter Druck zu setzen.
Immobilienmarkt überrascht positiv
Abseits der Finanzmärkte gab es aus der US-Wirtschaft eine deutlich erfreulichere Nachricht. Die Verkäufe bestehender Häuser stiegen im Februar um 1,7% – ein klares Überraschungssignal. Ökonomen hatten im Konsens einen Rückgang von 1,3% erwartet, der tatsächliche Wert lag damit weit über den Prognosen.
Als Haupttreiber gilt der Rückgang der Hypothekenzinsen unter die Marke von 6% – erstmals seit dem Jahr 2022. Für viele Kaufinteressenten war dies offenbar ein ausreichender Anreiz, um trotz weiterhin hoher Immobilienpreise aktiv zu werden. Deutsche Anleger, die in US-Immobilienwerte oder entsprechende REITs investiert sind, können diese Entwicklung als positives Signal werten.
