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Ölpreis fällt, Sprit bleibt teuer

Trotz Entspannung am Rohölmarkt steigen Diesel- und Benzinpreise im Wochenvergleich deutlich

2 Min
Ölpreis fällt, Sprit bleibt teuer

Autofahrer in Deutschland warten bislang vergeblich auf eine deutliche Entlastung an den Zapfsäulen, obwohl der Ölpreis zuletzt spürbar gefallen ist. Zwar wurden am heutigen Vormittag leicht sinkende Preise für Super E10 und Diesel verzeichnet – im Schnitt rund 1,5 Cent niedriger als am Vortag – doch im Vergleich zur Vorwoche ist Tanken dennoch teurer geworden. Der Preis für Diesel stieg zuletzt sogar um mehr als fünf Cent pro Liter.

Grund für die zögerliche Reaktion an den Tankstellen ist unter anderem die angespannte geopolitische Lage. Nach der jüngsten Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran hatte sich der Ölpreis zwar entspannt und fiel deutlich. Dennoch spiegelten sich diese Rückgänge nicht sofort im Kraftstoffpreis wider. Noch am gestrigen Tag lagen die Preise für Superbenzin und Diesel über dem Niveau der Vorwoche, obwohl Rohöl zu diesem Zeitpunkt bereits ähnlich günstig war wie zwei Wochen zuvor.

Besonders auffällig ist die Entwicklung beim Diesel: Der bundesweite Tagesdurchschnittspreis lag zuletzt bei 1,643 Euro pro Liter – das sind 5,4 Cent mehr als vor einer Woche. Super E10 kostete im Schnitt 1,712 Euro pro Liter und damit zwei Cent mehr. Laut ADAC seien diese Preise zu hoch, da der Rohölpreis zuletzt deutlich gefallen sei. Der Kraftstoffmarkt-Experte des Automobilclubs, Christian Laberer, verweist darauf, dass trotz leichter Entspannung noch immer eine erhebliche Differenz zu den Preisen vor zwei Wochen besteht. Damals war Super E10 um 4,4 Cent günstiger, Diesel sogar um 9,3 Cent.

Ein zusätzlicher Faktor für die jüngste Preisentwicklung ist die Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar. Da Öl in der US-Währung gehandelt wird, macht ein starker Euro Rohölimporte günstiger. Der ADAC sieht darin ein weiteres Argument für mögliche Preisnachlässe in den kommenden Tagen. Dennoch sei Geduld gefragt – die Preissenkungen kommen nur langsam bei den Verbrauchern an.

Autofahrern wird geraten, bevorzugt in den Abendstunden zu tanken. In der Zeit zwischen 19 und 20 Uhr lassen sich im Durchschnitt bis zu 13 Cent pro Liter einsparen. Zudem lohnt es sich, Preise zu vergleichen. Über digitale Angebote wie die App "ADAC Drive" können Verbraucher aktuelle Kraftstoffpreise von mehr als 14.000 Tankstellen bundesweit einsehen und gezielt günstige Anbieter ansteuern.

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