Obama Presidential Center in Chicago feierlich eröffnet
Mit einem Staraufgebot aus Politik, Unterhaltung und Musik weihte Barack Obama sein lang erwartetes Präsidentschaftszentrum in Chicago ein.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat am Donnerstag sein Präsidentschaftszentrum in Chicago offiziell eingeweiht. Das Obama Presidential Center im Süden der Stadt ist ein 850-Millionen-Dollar-Campus, dessen Realisierung mehr als ein Jahrzehnt in Anspruch nahm. Für die Öffentlichkeit öffnet das Zentrum am Freitag seine Tore.
Die Einweihungszeremonie zog eine hochkarätige Gästeliste an. Zu den Anwesenden zählten Prominente wie Oprah Winfrey, Steven Spielberg, Stephen Colbert und Tom Hanks. Musikalisch begleiteten Stevie Wonder, Bruce Springsteen, The Roots und Christina Aguilera die Feierlichkeiten.
Bemerkenswert war auch die politische Prominenz: Alle noch lebenden ehemaligen Präsidenten und First Ladies waren bei der Zeremonie zugegen – mit Ausnahme von Präsident Donald Trump und der ehemaligen First Lady Melania Trump.
Obamas Botschaft für die Demokratie
Obama nutzte die Bühne, um seiner Heimatstadt Chicago zu huldigen. In der Stadt begann er seine politische Karriere, gründete seine Familie und fand eine Gemeinschaft, die seine spätere Präsidentschaft maßgeblich prägte. Chicago ist für Obama weit mehr als ein symbolischer Standort – es ist der Ort, von dem aus er seinen Aufstieg in die amerikanische Politik startete.
In seiner Rede verteidigte der ehemalige Präsident nachdrücklich demokratische Grundwerte. Das Zentrum solle dazu dienen, „die gemeinsamen Werte weiterzutragen, die Demokratie erst ermöglichen", erklärte Obama. Dazu zähle ausdrücklich auch „der Glaube an die friedliche Machtübergabe, nachdem das Volk in fairen und freien Wahlen gesprochen hat" – eine Aussage, die in der aktuellen politischen Lage der USA als klares Signal gewertet werden kann.
Ein Jahrzehnt im Werden
Das Obama Presidential Center ist das Ergebnis eines mehr als zehnjährigen Planungs- und Bauprozesses. Mit einem Investitionsvolumen von 850 Millionen Dollar zählt es zu den bedeutendsten Kulturprojekten der jüngeren amerikanischen Geschichte. Solche Präsidentschaftszentren dienen in den USA traditionell als Bibliothek, Museum und Bildungseinrichtung zugleich – sie sollen das Erbe eines Präsidenten für kommende Generationen bewahren und zugänglich machen.
Für Chicago bedeutet die Eröffnung auch einen wirtschaftlichen Impuls: Präsidentschaftszentren ziehen regelmäßig Touristen, Wissenschaftler und politisch Interessierte aus aller Welt an. Der Standort im Süden der Stadt – einem Viertel, das Obama persönlich verbunden ist – unterstreicht seinen Anspruch, auch nach der Präsidentschaft eine Brücke zwischen politischer Macht und der einfachen Bevölkerung zu schlagen.
Mit der öffentlichen Eröffnung am Freitag beginnt ein neues Kapitel für das Zentrum – und für Obamas bleibendes Vermächtnis in der amerikanischen Politik und Gesellschaft.
