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Nvidias KGV fällt auf Siebenjahrestief – KI-Handel unter Druck

Geopolitische Spannungen und KI-Sorgen drücken Nvidias Bewertung auf den niedrigsten Stand seit 2019.

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Nvidias KGV fällt auf Siebenjahrestief – KI-Handel unter Druck

Nvidia, das wertvollste Unternehmen der Welt, wird derzeit so günstig bewertet wie zuletzt vor dem KI-Boom. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des führenden KI-Chipherstellers ist auf etwa das 19,6-Fache der erwarteten Zwölf-Monats-Gewinne gesunken – der niedrigste Stand seit Anfang 2019. Das ist bemerkenswert, denn damals hatte der durch ChatGPT ausgelöste KI-Hype noch nicht begonnen.

Die Aktie verlor allein am Freitag 2,2 Prozent und steht auf dem Weg, im ersten Quartal rund 10 Prozent ihres Wertes einzubüßen. Seit dem Rekordhoch im Oktober ist der Kurs um fast 20 Prozent gefallen. Insgesamt wurden dadurch mehr als 800 Milliarden US-Dollar an Marktwert vernichtet – Nvidia kommt nun noch auf eine Marktkapitalisierung von rund 4 Billionen US-Dollar.

Geopolitik und KI-Zweifel als Belastungsfaktoren

Als Hauptursache für den Kursrückgang gelten zwei Faktoren: Erstens schüren die Spannungen im Nahen Osten, insbesondere der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran, Sorgen über steigende Ölpreise und eine neue Inflationswelle. Höhere Inflation könnte die Zentralbanken zu Zinserhöhungen zwingen – ein Szenario, das Wachstumsaktien wie Nvidia traditionell stark belastet.

Zweitens zweifeln Anleger zunehmend daran, ob sich die massiven KI-Investitionen großer Tech-Konzerne wie <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft, Alphabet und Amazon schnell genug in Gewinnen niederschlagen. Die Frage, wann sich die milliardenschweren Ausgaben für KI-Infrastruktur rentieren, bleibt unbeantwortet – und das belastet das Vertrauen in den gesamten KI-Sektor.

Besonders pikant: Nvidias KGV liegt nun sogar unter dem des S&P 500, der nach einem Jahresverlust von 7 Prozent auf ein KGV von rund 20 gefallen ist. Normalerweise werden schnell wachsende Unternehmen mit deutlich höheren Bewertungsaufschlägen gehandelt als der breite Markt. Dass Nvidia diesen Aufschlag verloren hat, zeigt, wie stark das Anlegervertrauen gelitten hat.

Starke Fundamentaldaten stehen im Widerspruch zur Bewertung

Dabei liefert Nvidia operativ weiterhin starke Ergebnisse. Das Unternehmen aus dem Silicon Valley meldete in aufeinanderfolgenden Quartalen steigende Bruttomargen, die mittlerweile bei 75 Prozent liegen. Analysten haben ihre Schätzungen für das künftige Gewinnwachstum sogar angehoben. Für die Unternehmen im S&P 500 wird laut LSEG-Daten für 2026 ein Gewinnwachstum von insgesamt 19 Prozent erwartet – Nvidia dürfte diesen Wert deutlich übertreffen.

Für Anleger stellt sich damit die Frage, ob die aktuelle Bewertung eine Kaufgelegenheit darstellt. Die niedrige KGV-Bewertung könnte auf ein Schnäppchen hindeuten – allerdings bleiben die geopolitischen Risiken und die Unsicherheit über den Zeitplan der KI-Monetarisierung als erhebliche Risikofaktoren bestehen. Wer auf Nvidia setzt, wettet darauf, dass sich die fundamentale Stärke des Unternehmens langfristig gegen das aktuelle Marktumfeld durchsetzt.

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