Nvidia steigt vorbörslich – Salesforce und C3.ai unter Druck
Gemischte Quartalsergebnisse bewegen die US-Märkte: Nvidia überzeugt, während Salesforce und C3.ai deutlich nachgeben.

Der vorbörsliche Handel an der Wall Street zeigte am Donnerstag ein uneinheitliches Bild. Anleger verarbeiteten eine Flut von Quartalsergebnissen, darunter die mit Spannung erwarteten Zahlen des KI-Chipherstellers Nvidia. Die US-Aktienfutures gaben insgesamt leicht nach.
Nvidia legte vorbörslich um 1,5 Prozent zu. Das wertvollste Unternehmen der Welt übertraf beim Gewinn für das Januar-Quartal die Erwartungen und prognostizierte für das laufende Quartal einen Umsatz über den Analystenschätzungen. Einziger Wermutstropfen: Einige Investoren bemängelten, dass das Unternehmen zu wenig Kapital an die Aktionäre zurückgibt.
Deutlich schlechter lief es für Salesforce. Die Aktie des Cloud-Software-Riesen verlor rund 3 Prozent, nachdem das Unternehmen eine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 vorlegte, die hinter den Markterwartungen zurückblieb. Analysten sehen darin ein Zeichen, dass Unternehmen ihre Softwarebudgets angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten kürzen.
Krispy Kreme und JM Smucker mit starken Gewinnen
Zu den größten Gewinnern des Tages zählte Krispy Kreme mit einem vorbörslichen Plus von 15 Prozent. Die Donut-Kette meldete besser als erwartete Ergebnisse für das vierte Quartal und signalisierte damit Fortschritte beim laufenden Sanierungsplan. Auch JM Smucker legte deutlich zu: Die Aktie des Lebensmittelherstellers stieg um 6,5 Prozent, nachdem die Quartalszahlen die Erwartungen übertrafen – trotz einer eingeengten Jahresprognose infolge eines Brandes in einer Produktionsstätte.
Celsius Holdings, Hersteller von Energy-Drinks, schoss um 9,5 Prozent nach oben. Starke Quartalszahlen und Umsatzwachstum durch die Übernahmen der Marken Alani Nu und Rockstar Energy überzeugten die Anleger. Vistra Energy legte ebenfalls 1,5 Prozent zu, getrieben durch starke Ganzjahresergebnisse dank Wachstum im Nuklearportfolio.
Herbe Verluste bei C3.ai und The Trade Desk
Auf der Verliererseite stand C3.ai mit einem Einbruch von 24 Prozent. Der KI-Softwareanbieter enttäuschte mit einer Umsatzprognose unter den Erwartungen und kündigte zudem den Abbau von 26 Prozent seiner weltweiten Belegschaft an. Das Werbetechnologieunternehmen The Trade Desk verlor 14 Prozent, nachdem es eine schwache Umsatzprognose für das erste Quartal abgab – ein Zeichen für wachsenden Konkurrenzdruck durch größere Wettbewerber.
Warner Bros. Discovery notierte trotz eines Quartalsumsatzrückgangs von 6 Prozent leicht im Plus. Während das traditionelle TV- und Filmgeschäft schwächelte, gewann der Streaming-Dienst HBO Max neue Abonnenten hinzu. Das Unternehmen steht derzeit im Zentrum eines Bieterwettstreits.
