Nvidia beflügelt Märkte
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Der DAX steht kurz davor, ein neues Rekordhoch zu erreichen, angetrieben von den beeindruckenden Geschäftsergebnissen des Chipkonzerns Nvidia. Dieser positive Trend spiegelt sich auch in anderen Teilen der Welt wider, wie etwa in Tokio, wo der Nikkei nach fast 35 Jahren ein Allzeithoch verzeichnet.
Erst kürzlich, am vergangenen Freitag, erreichte der DAX mit 17.198 Punkten eine neue Bestmarke. Die vorbörslichen Indikationen deuten nun darauf hin, dass diese Marke schon bald übertroffen werden könnte. Im frühen Handel stieg der Index bereits auf 17.228 Punkte, was einem Zuwachs von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortag entspricht. Ein neues Rekordhoch im regulären Handel würde ein starkes Kaufsignal darstellen, das in der technischen Analyse hoch geschätzt wird.
Ein wesentlicher Faktor für diese positive Entwicklung ist die Leistung von Nvidia. Der Konzern hat dank des anhaltenden Booms bei Künstlicher Intelligenz (KI) zum sechsten Mal in Folge die Markterwartungen übertroffen. Mit einem Quartalsumsatz von 22,1 Milliarden Dollar, der mehr als dreimal so hoch ist wie im Vorjahr, und einem für das aktuelle Quartal prognostizierten Umsatz von etwa 24 Milliarden Dollar, stärkt Nvidia die Hoffnungen und die Euphorie rund um KI-Technologien.
Diese Euphorie hat bereits in den vergangenen Wochen zu einem Anstieg der Aktienkurse geführt. Die US-Börsen zeigten sich allerdings gemischt, mit leichten Gewinnen beim Dow-Jones-Index und einem Rückgang beim Nasdaq. Der S&P 500 verzeichnete einen minimalen Anstieg. Die Veröffentlichung der Protokolle der US-Notenbank, die eine vorsichtige Haltung zur Zinswende signalisierten, hatte keinen signifikanten Einfluss auf die Marktbewegungen.
Aus Japan kommen ebenfalls positive Signale: Der Nikkei erreichte ein Rekordhoch, unterstützt durch die Nvidia-Zahlen und den schwachen Yen, der der Exportwirtschaft des Landes zugutekommt. Auch der Devisenmarkt zeigt Bewegung, mit einem leichten Anstieg des Euro gegenüber dem Dollar und einem Anstieg des Goldpreises.
Unter den DAX-Unternehmen steht Mercedes-Benz im Fokus, dessen Gewinn im vergangenen Jahr aufgrund von Lieferproblemen und einem schwierigen Umfeld gesunken ist. Dennoch plant das Unternehmen, die Dividende zu erhöhen und einen Aktienrückkauf durchzuführen. Auch Heidelberg Materials und SAP kündigten Aktienrückkaufprogramme bzw. eine Dividendenerhöhung an. Airbus hingegen muss mit Verzögerungen bei der Einführung einer Ultralangstreckenversion seines Jets A350-1000 rechnen.
