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Notenbankentscheidungen und Bankenkollaps belasten Börsen

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Notenbankentscheidungen und Bankenkollaps belasten Börsen

Die Woche beginnt für den deutschen Aktienmarkt mit einem kleinen Aufschlag, da sich der DAX bei 15.937 Punkten stabilisiert hat. Anleger blicken jedoch besorgt auf die anstehenden Entscheidungen der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB) bezüglich ihres künftigen geldpolitischen Kurses. Aktuell wird damit gerechnet, dass beide die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte anheben werden, um der hohen Inflation entgegenzuwirken. Es ist jedoch möglich, dass die EZB ihre Geldpolitik stärker straffen wird, was für Unruhe an der Börse sorgen könnte.

Eine weitere Ursache für die Unsicherheit bei Anlegern ist die Notübernahme der angeschlagenen US-Regionalbank First Republic durch den US-Marktführer JPMorgan. Dieser Zusammenbruch stellt den größten US-Bankenkollaps seit dem Untergang des einstigen Kreditriesen Washington Mutual in der Finanzkrise 2008 dar. Die Anleger an der Wall Street werteten die Notübernahme durch JPMorgan gestern tendenziell als positiv für die Stabilisierung des Finanzsektors und für die Großbanken, jedoch als Warnzeichen für Regionalbanken.

Der Zusammenbruch von First Republic ist bereits die dritte US-Bank, die in diesem Jahr nach enormen Mittelabzügen aufgrund von Liquiditätssorgen kollabiert ist. Die Nervosität im Zusammenhang mit dem US-Bankensystem belastet heute die Finanzwerte in Japan, da ein Gefühl der finanziellen Instabilität nicht nur in den USA, sondern auch in Japan und auf dem Rest des globalen Aktienmarktes herrscht.

Der Computer-Konzern IBM will bei einigen Jobs weniger Menschen einstellen, weil ihre Tätigkeiten von Software auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) übernommen werden können. Die US-Großbank Morgan Stanley plant im zweiten Quartal aufgrund der schleppenden Geschäftsabschlüsse und des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds weitere Stellenstreichungen, von denen etwa 3000 Mitarbeiter betroffen sein werden. Der schweizerisch-amerikanische Computerzubehör-Hersteller Logitech kämpft im vierten Quartal weiter mit einem Umsatzrückgang, da das Unternehmen aufgrund der wachsenden Sorgen der Kunden vor einem wirtschaftlichen Abschwung nicht an das starke Wachstum während des Home-Office-Booms in der Corona-Pandemie anknüpfen konnte.

Insgesamt befindet sich der deutsche Leitindex DAX weiterhin in Lauerstellung knapp unter der Marke von 16.000 Punkten. Vor der runden Marke von 16.000 Punkten und damit auch vor dem Rekordhoch bei 16.290 Zählern schreckt das Börsenbarometer jedoch immer wieder zurück. An den Aktienmärkten herrscht eine abwartende Haltung vor, bis sich die weiteren Perspektiven klären. In diesem Kontext wird die Entscheidung der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB) am Ende der Woche mit Spannung erwartet.

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