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Norwegens Staatsfonds erzielt Rekordgewinn von 247 Milliarden Dollar

Größter Staatsfonds der Welt profitiert von Tech-Rallye und starken Finanzwerten

2 Min
Norwegens Staatsfonds erzielt Rekordgewinn von 247 Milliarden Dollar

Der norwegische Staatsfonds, der weltweit größte seiner Art mit einem Gesamtvermögen von zwei Billionen Dollar, hat im Jahr 2025 einen Gewinn von 247 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Das gab die Norges Bank Investment Management (NBIM) am Donnerstag bekannt. Die beeindruckende Rendite von 13,5 Prozent ist die höchste seit Gründung des Fonds in den 1990er Jahren.

Der außergewöhnliche Erfolg ist vor allem auf die starke Performance von Technologie-, Finanz- und Bergbauaktien zurückzuführen. Aktienanlagen, die rund 71 Prozent des Fondsportfolios ausmachen, erzielten eine Rendite von 19,3 Prozent. Zum Jahresende belief sich der Gesamtwert des Fonds auf 21,27 Billionen Norwegische Kronen.

Der Fonds wurde ursprünglich gegründet, um überschüssige Einnahmen aus Norwegens Öl- und Gasindustrie im Interesse der norwegischen Bevölkerung zu investieren. Heute ist er an mehr als 7.000 Unternehmen in 60 Ländern beteiligt und fungiert als langfristiger Vermögensverwalter für künftige Generationen.

Technologiegiganten als Renditetreiber

Zu den wertvollsten Beteiligungen des Fonds zählen Tech-Schwergewichte wie Nvidia (1,3 Prozent), Apple (1,2 Prozent) und <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft (1,3 Prozent). Diese Positionen trugen maßgeblich zur überdurchschnittlichen Performance bei. Die Gesamtrendite lag lediglich 0,28 Prozentpunkte unter der Benchmark des Vergleichsindex.

Auch im Grundstoffsektor erzielte der Fonds beachtliche Erfolge. Die Beteiligung am britischen Bergbaukonzern Fresnillo erwies sich als Volltreffer: Die Aktie legte inmitten eines Silberbooms um 452,5 Prozent zu und war damit die erfolgreichste Aktie im Londoner FTSE 100.

Im Finanzsektor hält NBIM bedeutende Positionen bei amerikanischen Banken wie Bank of America, JPMorgan Chase und Goldman Sachs. Auch europäische Bankenriesen wie Santander, UBS, HSBC und UniCredit gehören zum Portfolio. Der europäische Bankensektor entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einer verlässlichen Renditequelle.

Diversifizierung zahlt sich aus

Neben Aktien investiert der Fonds auch in andere Anlageklassen. Festverzinsliche Wertpapiere erzielten 2025 eine Rendite von 5,4 Prozent, während nicht börsennotierte Immobilien 4,4 Prozent einbrachten. Besonders stark performten Infrastrukturinvestitionen im Bereich erneuerbare Energien mit einer Rendite von 18,1 Prozent.

Insgesamt stieg der Fondswert im Jahr 2025 um 1,53 Billionen Kronen, was rund 159,9 Milliarden Dollar entspricht. Diese Entwicklung unterstreicht die erfolgreiche Diversifikationsstrategie des Fonds über verschiedene Anlageklassen und Regionen hinweg.

Politische Kontroversen

Trotz der positiven Renditen sorgte der Fonds im vergangenen Jahr für diplomatische Verstimmungen. Im September zog sich NBIM aus Positionen beim US-Maschinenbauer Caterpillar und fünf israelischen Banken zurück. Als Begründung nannte der Fonds das "inakzeptable Risiko" von Rechtsverletzungen in palästinensischen Gebieten.

Das US-Außenministerium zeigte sich "sehr beunruhigt" über diese Entscheidung und kritisierte die Begründung als auf "unrechtmäßigen Behauptungen" basierend. Norwegens Finanzminister Jens Stoltenberg betonte jedoch, es handle sich um "keine politische Entscheidung".

Mit einem Anteil von 38,8 Prozent aller Investitionen bleiben die USA der wichtigste Markt für den norwegischen Staatsfonds. Stoltenberg stellte klar, dass es keinen Grund für einen generellen Rückzug aus dem amerikanischen Markt gebe. Der Fonds verwaltet das Vermögen weiterhin nach ethischen Richtlinien und Renditezielen.

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