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Norwegens Fonds lehnt Musks Rekordvergütung ab

Tesla steht vor entscheidender Aktionärsabstimmung über Milliardenpaket für den CEO

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Norwegens Fonds lehnt Musks Rekordvergütung ab

Norwegens Staatsfonds, der als sechstgrößter externer Anteilseigner von Tesla gilt, hat angekündigt, gegen das geplante Vergütungspaket für CEO Elon Musk zu stimmen. Das Programm könnte für Musk einen Gesamtwert von bis zu einer Billion US-Dollar erreichen. Trotz der ablehnenden Haltung des Fonds, der unter dem Namen Norges Bank Investment Management (NBIM) weltweit bekannt ist, rechnen Analysten damit, dass der Vorschlag mehrheitlich angenommen wird. Grund dafür ist die starke Unterstützung durch Privatanleger und die bedeutende Stimmkraft Musks, der über rund 15,3 Prozent der Stimmen verfügt, einschließlich beschränkter Aktien.

NBIM begründete seine Entscheidung mit Bedenken hinsichtlich der Gesamtgröße des Vergütungspakets, der Verwässerung bestehender Anteile und des sogenannten „Key Person Risk“. Diese Haltung deckt sich mit der kritischen Einschätzung der Stimmrechtsberater ISS und Glass Lewis, die ebenfalls gegen das Paket votieren. Beide Berater argumentierten, die geplante Vergütung sei zu umfangreich und ermögliche hohe Auszahlungen, selbst wenn nicht alle Leistungsziele erreicht würden.

Das Tesla-Board drängt dagegen auf Zustimmung. Vorsitzende Robyn Denholm warnte, Musk könne das Unternehmen verlassen, sollte die Vereinbarung abgelehnt werden. Das Management betont, dass Musk keine Auszahlung erhalte, sofern die ehrgeizigen Unternehmensziele nicht erreicht werden. Das höchste Ziel ist eine Marktkapitalisierung von 8,5 Billionen US-Dollar – fast das Sechsfache des aktuellen Werts.

Neben der Ablehnung des Vergütungspakets kündigte NBIM auch an, gegen zwei der drei zur Wiederwahl stehenden Tesla-Direktoren zu stimmen, darunter Kathleen Wilson-Thompson und Ira Ehrenpreis. Beide gehören dem Vergütungsausschuss an. Lediglich Joe Gebbia, seit 2022 im Vorstand, soll Unterstützung erhalten.

Weitere große europäische Investoren wie Legal & General Investment Management und Amundi äußerten sich bislang nicht zu ihren Abstimmungsabsichten. Dagegen erklärte Schwab Asset Management, den Vorschlag zu unterstützen, da er die Interessen von Management und Aktionären in Einklang bringe. Auch Baron Capital sprach sich für das Paket aus.

In den USA bleibt der politische Druck auf institutionelle Anleger hoch, sich öffentlich zurückzuhalten, insbesondere unter der Regierung Trump. Dadurch bleibt die tatsächliche Zustimmungslage schwer vorhersehbar. Branchenexperten erwarten jedoch, dass die bisherigen Unterstützer Musks erneut an seiner Seite stehen werden.

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