Norma Group startet Aktienrückkauf für bis zu 52,9 Millionen Euro
Der hessische Industriezulieferer gibt Erlöse aus dem Verkauf seiner Wassermanagement-Sparte an Aktionäre zurück.

Der Industriezulieferer Norma Group leitet einen Aktienrückkauf im Volumen von bis zu 52,9 Millionen Euro ein. Hintergrund ist der milliardenschwere Verkauf des Be- und Entwässerungsgeschäfts an den US-Konzern Advanced Drainage Systems – ein Deal, der dem hessischen Unternehmen rund 850 Millionen Euro einbrachte.
Von diesem Erlös sollen insgesamt 260 Millionen Euro direkt an die Aktionäre zurückfließen. Der Rückkauf ist dabei ein zentrales Instrument, um dieses Versprechen einzulösen. Norma bietet für bis zu 3,19 Millionen eigene Aktien – das entspricht zehn Prozent des Grundkapitals – einen Preis von je 16,59 Euro.
Attraktiver Aufschlag für Aktionäre
Der angebotene Rückkaufpreis liegt knapp elf Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch. Für Aktionäre bedeutet das eine unmittelbare Prämie gegenüber dem aktuellen Börsenkurs. Solche Rückkaufofferten mit Aufschlag sind ein klassisches Signal dafür, dass das Management die eigene Aktie für unterbewertet hält.
Die Angebotsfrist startete am Freitag und läuft bis zum 27. März. Aktionäre, die ihre Papiere andienen möchten, haben damit mehrere Wochen Zeit, das Angebot zu prüfen und zu entscheiden. Nicht angediente Aktien verbleiben selbstverständlich im Depot zu den regulären Marktkonditionen.
Aktienrückkäufe gelten neben Dividenden als eine der effektivsten Methoden, um Kapital an Anteilseigner zurückzugeben. Durch die Reduzierung der umlaufenden Aktienzahl steigt rechnerisch der Gewinn je Aktie – ein Effekt, der langfristig den Kurs stützen kann. Für Privatanleger ist die Norma-Offerte daher ein durchaus interessantes Signal.
