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Nokia erweitert KI-Partnerschaften mit TIM Brasil und Deutscher Telekom

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia treibt seine KI-Offensive mit zwei strategischen Partnerschaften in Brasilien und Deutschland voran.

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Nokia erweitert KI-Partnerschaften mit TIM Brasil und Deutscher Telekom

Nokia baut sein Netzwerk an KI-Partnerschaften weiter aus und sichert sich neue Vereinbarungen mit TIM Brasil und der Deutschen Telekom. Die Abschlüsse folgen auf eine erst vergangene Woche bekannt gegebene mehrjährige Vereinbarung mit Telefónica zur Bereitstellung von Netzwerklösungen für Rechenzentren in Spanien. Damit verdeutlicht Nokia, wie KI-gestützte Technologien neue Erlösquellen erschließen sollen.

Im Rahmen der Partnerschaft mit TIM Brasil weitet Nokia die bestehende Zusammenarbeit auf 14 weitere brasilianische Bundesstaaten in vier Regionen aus. Bislang umfasste die Kooperation die Modernisierung des 5G-Netzes und die Vorbereitung auf KI-basierte Dienste im Bundesstaat São Paulo. Mit der Ausweitung erreicht die Partnerschaft nun rund 42 Prozent der brasilianischen Bevölkerung.

TIM Brasil erhält durch die Vereinbarung die Möglichkeit, Geschäftskunden KI-gestützte Dienste anzubieten – unter Nutzung der AI-RAN-Plattformen des US-Chipherstellers Nvidia. Die Informationen lagen Reuters vorab vor.

Kooperation mit Deutscher Telekom für KI-native Funknetze

Mit der Deutschen Telekom vereinbarte Nokia eine Ausweitung der Zusammenarbeit zur Entwicklung cloudbasierter, disaggregierter und KI-nativer Funkzugangsnetz-Technologie, kurz RAN. Diese soll die Grundlage für programmierbare und automatisierte Mobilfunknetze schaffen, die einfacher, schneller und besser für künftige Konnektivitätsanforderungen optimiert sind.

Für deutsche Anleger ist die Partnerschaft mit der Deutschen Telekom besonders relevant: Sie unterstreicht, dass der Bonner Konzern bei der Netzmodernisierung auf Nokia als strategischen Partner setzt – in einem Marktumfeld, das durch den globalen KI-Boom grundlegend umgestaltet wird.

Nokias Strategie im Wandel

Die neuen Vereinbarungen spiegeln das weltweite Rennen der Telekommunikationsbetreiber wider, ihre Netze auf 5G aufzurüsten, um eine breitere KI-Einführung zu ermöglichen. Das schafft einen bedeutenden Markt für Ausrüster wie Nokia und den schwedischen Konkurrenten Ericsson. Nokia steht dabei vor der Aufgabe, schwache Ausgaben und Auftragsverluste im klassischen 5G-Bereich zu kompensieren.

Im vergangenen Jahr übernahm Nokia das US-Unternehmen für optische Netzwerke Infinera, um vom KI-Boom zu profitieren. Anschließend investierte Nvidia eine Milliarde US-Dollar in Nokia und erwarb damit eine Beteiligung von 2,9 Prozent an dem finnischen Konzern. Die neuen Partnerschaften fügen sich in eine der größten Umstrukturierungen Nokias seit dem Verkauf des legendären Mobiltelefongeschäfts vor mehr als einem Jahrzehnt ein.

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