ANZEIGE

Nissan erzielt stärkstes Quartal seit über einem Jahr

Restrukturierung, Kostensenkungen und starke Verkäufe in Nordamerika treiben den Gewinn

2 Min
Nissan erzielt stärkstes Quartal seit über einem Jahr

Nissan Motor Co. hat im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen operativen Gewinn erzielt und damit das beste Ergebnis seit mehr als einem Jahr verzeichnet. Das japanische Unternehmen profitierte von einer Reduzierung fixer Kosten im Rahmen seines laufenden Restrukturierungsprogramms sowie von einer starken Absatzentwicklung in Nordamerika. Im Zeitraum von Juli bis September erreichte Nissan einen operativen Gewinn von 51,5 Milliarden Yen, was rund 342 Millionen US-Dollar entspricht. Dies stellt eine Steigerung von 61 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum dar, in dem der Gewinn 31,9 Milliarden Yen betragen hatte. Analysten hatten im Durchschnitt hingegen mit einem Verlust von rund 70,9 Milliarden Yen gerechnet.

Das positive Ergebnis folgt auf einen Verlust im ersten Quartal und markiert die stärkste Quartalsperformance seit dem Abschluss des Geschäftsjahres 2023, als ein Gewinn von 90,3 Milliarden Yen erzielt worden war. Laut CEO Ivan Espinosa erwartet das Unternehmen auch in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres eine anhaltende positive Entwicklung. Diese soll vor allem durch produktgetriebenes Wachstum und die Fortsetzung des derzeitigen Momentums gestützt werden. Espinosa betonte, dass Nissan weiterhin auf Kurs sei, beim operativen Ergebnis – ohne Berücksichtigung der Auswirkungen von Zöllen – die Gewinnschwelle zu erreichen.

Im Mittelpunkt des umfassenden Restrukturierungsplans steht eine Verringerung der weltweiten Produktionsstätten von 17 auf 10 Standorte sowie ein Personalabbau von 15 Prozent. Trotz des jüngsten Erfolgs hält Nissan an seiner Prognose fest, für das laufende Geschäftsjahr bis März 2026 einen operativen Verlust von 275 Milliarden Yen zu verzeichnen. Gründe dafür sind insbesondere Belastungen durch US-Zölle sowie anhaltende Risiken in den globalen Lieferketten.

Ein aktuelles Beispiel für diese Probleme ist die Drosselung der Produktion des SUV-Modells Rogue in Japan, die aufgrund eines Engpasses bei Halbleitern des niederländischen Zulieferers Nexperia notwendig wurde. Darüber hinaus wird Nissan Ende November die Fahrzeugproduktion im gemeinsam mit Mercedes-Benz betriebenen COMPAS-Werk in Mexiko einstellen. Im Zuge weiterer Umstrukturierungen hat der Konzern zudem den Verkauf und anschließenden Rückmietvertrag seiner globalen Firmenzentrale in Yokohama im Umfang von 97 Milliarden Yen abgeschlossen.

NissanGewinneAutoindustrie

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer