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Nissan baut Tausende Stellen ab und schließt Werke

Gewinn bricht ein, Nachfrage sinkt, Zölle erschweren Prognose deutlich

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 Nissan baut Tausende Stellen ab und schließt Werke

Der japanische Autobauer Nissan streicht nach einem drastischen Gewinneinbruch erneut Tausende Arbeitsplätze. Insgesamt sollen 11.000 weitere Stellen abgebaut werden, wie das Unternehmen mitteilte. Zudem ist die Schließung von sieben Werken geplant. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Sparkurses, mit dem Nissan auf die angespannte wirtschaftliche Lage und die schlechten Geschäftszahlen reagiert.

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr bis Ende März sank der Gewinn um 88 Prozent auf 69,8 Milliarden Yen, was umgerechnet rund 424 Millionen Euro entspricht. Der neue Unternehmenschef Ivan Espinosa sprach von einem Weckruf und betonte die Notwendigkeit tiefgreifender Veränderungen. Die variablen Kosten seien gestiegen, während die Fixkosten zu hoch seien, um vom aktuellen Umsatz gedeckt zu werden.

Auch das neue Geschäftsjahr begann mit einem deutlichen Fehlbetrag. Finanzchef Jeremie Papin bezifferte den Verlust zum Start des Jahres auf 200 Milliarden Yen. Nissan leidet unter einer schwachen Nachfrage auf den wichtigen Märkten in den USA und China. Besonders im Bereich der Elektrofahrzeuge haben dort heimische Hersteller ihre Position ausgebaut und ausländische Anbieter wie Nissan zunehmend unter Druck gesetzt.

Die aktuelle Geschäftslage wird zusätzlich durch Handelshemmnisse erschwert. Neue Zölle unter der US-Präsidentschaft von Donald Trump wirken sich negativ auf die Planbarkeit der wirtschaftlichen Entwicklung aus. Vor diesem Hintergrund strebt Nissan Einsparungen in Höhe von rund 500 Millionen Yen an. Inklusive eines bereits zuvor angekündigten Stellenabbaus summiert sich die Gesamtzahl der wegfallenden Arbeitsplätze auf 20.000.

Welche der Werke konkret geschlossen werden, ließ das Unternehmen zunächst offen. Nissan ist bereits seit längerer Zeit in einer schwierigen Phase. Zuletzt waren Fusionsgespräche mit dem japanischen Konkurrenten Honda ohne Ergebnis geblieben. Branchenexperten führen die Probleme auch auf die Strategie des früheren Konzernchefs Carlos Ghosn zurück. Dieser hatte sich stark auf hohe Verkaufszahlen konzentriert und dabei erhebliche Rabatte gewährt, was nach Ansicht von Analysten die Modellvielfalt des Unternehmens negativ beeinflusste.

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