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Nikkei fällt deutlich nach enttäuschenden Chip-Prognosen

ASML-Zahlen belasten weltweite Technologieaktien, während China auf Stützungsmaßnahmen setzt

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Nikkei fällt deutlich nach enttäuschenden Chip-Prognosen

Der japanische Aktienmarkt geriet am Mittwoch unter Druck, nachdem enttäuschende Geschäftszahlen des europäischen Technologiekonzerns ASML bekannt wurden. Der Nikkei-Index fiel um 1,8 Prozent und schloss bei 39.180 Punkten, womit er seine vier Tage andauernde Gewinnserie beendete. Der breitere Topix-Index verzeichnete ebenfalls Verluste und sank um 1,2 Prozent. Auslöser der negativen Entwicklung waren die von ASML veröffentlichten Prognosen, die einen geringeren Umsatz für das kommende Jahr vorhersagen, als von vielen erwartet wurde. Dies führte zu Zweifeln an den hohen Erwartungen, die im Zusammenhang mit der Zukunft der Künstlichen Intelligenz stehen.

Besonders stark betroffen waren die Aktien des Unternehmens Tokyo Electron, die um 9,2 Prozent fielen. Auch die SoftBank Group, ein großer Technologie-Investor, musste Kursverluste hinnehmen und gab vier Prozent nach. Diese Entwicklung spiegelte sich nicht nur in Japan wider, sondern belastete auch die globalen Märkte für Technologie- und Chipwerte.

In China hingegen stützten Spekulationen über mögliche neue Maßnahmen zur Unterstützung des angeschlagenen Immobiliensektors die Kurse. Die Börse in Shanghai verzeichnete einen leichten Anstieg von 0,1 Prozent, während der Hang-Seng-Index in Hongkong um 0,5 Prozent zulegen konnte. Am Donnerstag plant die chinesische Regierung eine Pressekonferenz, auf der weitere Maßnahmen zur Stabilisierung und Förderung einer gesunden Entwicklung des Immobilienmarktes vorgestellt werden sollen. Diese Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die chinesischen Märkte aufgrund von unklaren Details zu Konjunkturpaketen und schwachen Wirtschaftsdaten aus dem September unter Druck stehen.

Darüber hinaus beeinflusst die bevorstehende Präsidentschaftswahl in den USA die Stimmung an den Märkten. Die Unsicherheit im Vorfeld des Wahltermins am 5. November sorgt laut Marktbeobachtern für zunehmende Zurückhaltung unter den Anlegern. Viele Investoren könnten in den kommenden Wochen vermehrt Gewinne mitnehmen, um sich gegen mögliche Schwankungen abzusichern.

AsienAktienmarktBörseNikkeiTopixShanghai

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