Nikkei auf Rekordhoch: Yen-Schwäche treibt Japans Börse
Der japanische Leitindex Nikkei springt um 3,3 Prozent auf ein Allzeithoch. Gleichzeitig fällt der Yen auf historische Tiefststände, während Diskussionen über weitere Konjunkturmaßnahmen die Märkte beflügeln.

Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich am Montag überwiegend freundlich, angeführt vom japanischen Nikkei, der nach den Feiertagen mit einem kräftigen Plus von 3,3 Prozent auf ein neues Rekordhoch kletterte. Die Rally wurde durch eine deutliche Yen-Schwäche und Spekulationen über fiskalische Stimulierungsmaßnahmen befeuert.
Der japanische Yen fiel gleichzeitig auf historische Tiefststände gegenüber dem US-Dollar. Diese Entwicklung begünstigt exportorientierte japanische Unternehmen, da ihre Produkte im Ausland günstiger werden und Auslandserlöse beim Umrechnen höhere Gewinne bescheren.
Fiskalpaket in Planung
Laut Medienberichten plant Premierministerin Sanae Takaichi die Vorlage eines umfassenden Konjunkturprogramms. Die intensive Diskussion über fiskalische Stimulierungsmaßnahmen sorgte für zusätzlichen Rückenwind an den Märkten. Anleger spekulieren darauf, dass weitere staatliche Ausgaben die japanische Wirtschaft ankurbeln könnten.
Ölpreise steigen auf Iran-Sorgen
Parallel zu den positiven Aktienmärkten legten auch die Ölpreise zu. Ursache sind wachsende Sorgen um mögliche Versorgungsengpässe aufgrund von Unruhen im Iran. US-Präsident Donald Trump verschärfte die Situation zusätzlich mit der Ankündigung, jeden Handel mit dem Iran mit einem Zoll von 25 Prozent zu belegen.
Diese Drohung richtet sich an alle Länder, die weiterhin Geschäfte mit dem Iran tätigen. Die Ankündigung könnte die bereits angespannte Lage am Ölmarkt weiter verschärfen und die Preise zusätzlich nach oben treiben.
Ausblick für Anleger
Für deutsche Anleger mit Investments in Japan bietet die aktuelle Entwicklung Chancen und Risiken. Während die schwache Währung japanische Exportwerte begünstigt, könnten Währungsverluste die Renditen aus deutscher Sicht schmälern. Die angekündigten Konjunkturmaßnahmen dürften jedoch mittelfristig für Unterstützung sorgen.
