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New-Jersey-Deli-Betrug: James Patten zu 21 Monaten Haft verurteilt

Ein 67-Jähriger muss ins Gefängnis – wegen Kursmanipulation, die ein Deli-Unternehmen auf 100 Millionen Dollar aufblähte.

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New-Jersey-Deli-Betrug: James Patten zu 21 Monaten Haft verurteilt

James Patten, 67, ist am Dienstag vom US-Bezirksgericht in Camden, New Jersey, zu 21 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er war maßgeblich an einem Kursmanipulationssystem beteiligt, das ein Unternehmen, das lediglich ein verlustbringendes Deli in New Jersey besaß, auf eine Marktbewertung von 100 Millionen US-Dollar trieb. Der Fall gilt als eines der absurdesten Beispiele für Börsenbetrug in der jüngeren US-Geschichte.

Patten hatte sich im Dezember 2023 vor demselben Gericht des Wertpapierbetrugs und der Verschwörung schuldig bekannt. Bei der Anhörung zur Strafverkündung bat er Richterin Christine O'Hearn, ihn nicht zu einer Haftstrafe zu verurteilen – ohne Erfolg. Die Richterin ließ sich von seinem Appell nicht überzeugen.

Richterin verweist auf Vorstrafen

Richterin O'Hearn verwies bei ihrer Entscheidung wiederholt auf Pattens frühere Verurteilung wegen Betrugs. Dieser Umstand dürfte maßgeblich dazu beigetragen haben, dass das Gericht trotz Pattens Bitte um Strafaussetzung eine Haftstrafe verhängte. Vorstrafen werden im US-amerikanischen Strafrecht bei der Strafzumessung regelmäßig strafverschärfend berücksichtigt.

Der Fall hatte bereits vor Jahren für Aufsehen gesorgt, als bekannt wurde, dass ein börsennotiertes Unternehmen mit einer Bewertung von rund 100 Millionen US-Dollar im Wesentlichen nur ein einziges, defizitäres Delikatessengeschäft im US-Bundesstaat New Jersey betrieb. Für Anleger und Marktbeobachter war dies ein schockierendes Beispiel dafür, wie durch gezielte Kursmanipulation völlig unrealistische Unternehmensbewertungen erzeugt werden können.

Kursmanipulation als Anlegerfalle

Kursmanipulation – im Englischen als „Stock Manipulation" oder „Pump and Dump" bekannt – ist ein Phänomen, bei dem der Kurs einer Aktie künstlich in die Höhe getrieben wird, um anschließend auf Kosten ahnungsloser Anleger Gewinne zu erzielen. Besonders bei Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung und niedrigem Handelsvolumen, sogenannten Penny Stocks, ist diese Betrugsmasche verbreitet. Der Fall des New-Jersey-Delis zeigt eindrücklich, wie weit solche Systeme gehen können.

Für deutsche Privatanleger ist der Fall eine wichtige Mahnung: Auch an US-amerikanischen Börsen, die als streng reguliert gelten, können betrügerische Machenschaften über längere Zeiträume unentdeckt bleiben. Die US-Börsenaufsicht SEC sowie das Justizministerium gehen jedoch zunehmend konsequent gegen solche Praktiken vor. Verurteilungen wie die von James Patten sollen dabei eine abschreckende Wirkung entfalten.

Der Fall des New-Jersey-Delis bleibt ein mahnendes Beispiel dafür, dass eine hohe Börsenbewertung allein kein Indikator für den tatsächlichen Wert eines Unternehmens ist. Anleger sollten stets die Geschäftsgrundlage eines Unternehmens kritisch prüfen, bevor sie investieren.

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