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Neue Allianz der japanischen Elektroautobauer

Honda, Nissan und Mitsubishi kooperieren in fünf Schlüsselbereichen, um Tesla und BYD einzuholen

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Neue Allianz der japanischen Elektroautobauer

In Japan formiert sich eine neue Allianz im Bereich der Elektroautos. Mitsubishi Motors (MMC) gab offiziell bekannt, einer Entwicklungspartnerschaft mit Honda und Nissan beizutreten. Vier Monate nach Beginn der Allianz konkretisierten die Unternehmen fünf Bereiche der Zusammenarbeit, darunter eine gemeinsame Softwareplattform, Batterien und Recycling. Ziel ist es, den Rückstand auf Wettbewerber wie Tesla und BYD aufzuholen, erklärten die Chefs von Honda und Nissan auf einer Pressekonferenz.

Honda-Chef Toshihiro Mibe betonte die Dringlichkeit des Wandels und räumte ein, dass sein Unternehmen allein die führenden Elektroautohersteller nicht einholen oder überholen könne. Nissan-Chef Makoto Uchida ergänzte, dass die Kooperation bessere Ergebnisse erzielen solle. Der finanzielle Anreiz für die Allianz ist ebenfalls groß, da die Kosten für die ambitionierten Elektroautooffensiven der Unternehmen erheblich sein dürften. Honda und Nissan streben bis 2030 einen großen Anteil ihres Absatzes mit batterieelektrischen Fahrzeugen an.

Kleinere japanische Hersteller wie Suzuki, Subaru und Mazda haben sich mit Toyota verbündet. Honda und Nissan hingegen suchten andere Allianzen, die jedoch scheiterten. So beendete Honda seine E-Auto-Partnerschaft mit General Motors, während Nissan und Mitsubishi Motors weiterhin mit Renault verbunden sind, aber zunehmend eigenständig agieren. Zusammen verkauften Honda, Nissan und Mitsubishi Motors im vergangenen Jahr 8,3 Millionen Autos. Bei Elektroautos sind die Verkaufszahlen jedoch weniger beeindruckend.

Die Allianz setzt auf schnelle Fortschritte. Eine gegenseitige Kapitalbeteiligung ist vorerst nicht geplant, stattdessen konzentrieren sich die Unternehmen auf Kooperationen mit hohem Erfolgspotenzial. Beide Hersteller verfügen über umfangreiches Know-how bei elektrifizierten Antrieben. Honda ist führend bei Hybridautos, während Nissan seit der Einführung des „Leaf“ 2010 über eine Million Elektroautos verkauft hat.

Kern des Projekts ist die Entwicklung einer neuen softwaredefinierten Plattform für Elektroautos, die nach 2027 eingeführt werden könnte. Diese soll nicht nur autonomes Fahren, sondern auch Energiemanagement ermöglichen. Dies stellt traditionelle Autohersteller vor große Herausforderungen, wie das Beispiel VW zeigt, wo Softwareprobleme die Auslieferung neuer Elektroautos verzögern.

Ein weiterer wichtiger Bereich der Zusammenarbeit sind Batterien. Die Hersteller wollen einen gemeinsamen Standard für Zellen und Module entwickeln und bei der Produktion kooperieren, um finanzielle Lasten und Risiken zu teilen und die Stückkosten zu senken. Auch bei der Entwicklung von Elektroantrieben, sogenannten E-Achsen, streben die Hersteller gemeinsame Konzepte an. Kurzfristig profitieren sie von Mengenrabatten durch gemeinsame Lieferanten.

Die Zusammenarbeit erstreckt sich auch auf die gegenseitige Belieferung von Modellen mit Verbrennungs- und Elektromotoren in verschiedenen Märkten. Besonders in Japan spielt die mögliche Kooperation bei den beliebten „Kei-Cars“ eine Rolle. Mitsubishi Motors und Nissan haben bereits ein vollelektrisches Kei-Car auf den Markt gebracht, das in der günstigsten Variante rund 15.000 Euro kostet.

Die Allianz plant zudem eine Zusammenarbeit bei Energiedienstleistungen und Batterierecycling in Japan. Honda-Chef Mibe nennt als Zieljahr für die Aufholjagd 2030 und betont, dass das Spiel gerade erst begonnen habe.

PartnerschaftToyotaHonda NissanMitsubishiElektrofahrzeuge

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