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Nervosität an den Märkten wegen Nahost-Konflikt

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Nervosität an den Märkten wegen Nahost-Konflikt

Die Woche begann an den Finanzmärkten mit schlechten Konjunkturnachrichten aus Deutschland, zudem belastet der Nahost-Konflikt die Stimmung der Anleger. Der DAX zeigte sich entsprechend risikoscheu. Nachdem der Index zunächst einen flotten Start verzeichnete, fiel er im Verlauf des Tages ab und erreichte bei 19.011 Punkten sein Tagestief, knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 19.000 Punkten. Anschließend erholte er sich etwas und schloss bei 19.104 Punkten, was einem leichten Minus von 0,1 Prozent entspricht. Die Anleger blieben auch am Nachmittag vorsichtig, da von der Wall Street kaum Impulse kamen. Der MDAX der mittelgroßen Unternehmen notierte ebenfalls moderat im Minus bei 26.740 Punkten.

Laut Christian Zoller von der ING weist der Oktober historisch betrachtet eine negative Saisonalität auf, was in der Regel zu einem Tiefpunkt im Kursverlauf führt. Erst mit einer möglichen Jahresendrally könnte eine Erholung folgen. In der Zwischenzeit zeigt sich auch der Anleihenmarkt von der allgemeinen Nervosität geprägt. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg zu Wochenbeginn auf 2,25 Prozent, ein ähnlicher Anstieg war in anderen Ländern der Eurozone zu beobachten. Auch in den USA legten die Renditen zu, wo die viel beachtete zehnjährige Anleihe wieder über 4,0 Prozent stieg. Der Nahost-Konflikt und die damit verbundene Gefahr einer weiteren Eskalation drücken weiterhin auf die Stimmung.

Der Euro zeigte sich trotz schwacher Konjunkturdaten aus Deutschland kaum verändert und blieb stabil bei etwa 1,0976 Dollar. Das schwache Wirtschaftswachstum in Deutschland wird auch durch einen deutlichen Rückgang der Industrieaufträge im August bestätigt, die im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,8 Prozent gesunken sind. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang um 2,0 Prozent gerechnet. Auch der Privatkonsum liefert derzeit keine Wachstumsimpulse, und die Stimmung im Einzelhandel bleibt verhalten.

In den USA starteten die großen Indizes leichter in die Woche. Der Dow Jones verlor knapp 0,4 Prozent, der S&P-500 etwa 0,3 Prozent, und auch die Nasdaq gab rund 0,3 Prozent nach. Die Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed eine größere Zinssenkung Anfang November vornimmt, wurde durch die jüngsten Arbeitsmarktdaten gedämpft. Dennoch bestehen Hoffnungen auf eine „sanfte Landung“ der US-Wirtschaft. Anleger warten nun auf weitere Konjunkturdaten, insbesondere auf die Verbraucher- und Produzentenpreise für September, die im Verlauf der Woche veröffentlicht werden.

Am Rohstoffmarkt stiegen die Ölpreise angesichts der wachsenden geopolitischen Unsicherheiten weiter an. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich auf 80,40 Dollar je Barrel, ein Plus von rund drei Prozent. Hauptgrund für die steigenden Preise bleibt die Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Nahen Osten.

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