Nasdaq verzeichnet schlimmsten Wochenverlust seit April 2025
Kriegssorgen, Ölpreisanstieg und juristische Niederlagen bei Meta belasten Technologieaktien massiv.

Der Nasdaq hat in dieser Woche seinen schlechtesten Wochenverlauf seit April 2025 erlitten und verlor 3,23 Prozent. Damals hatten Trumps Zolldrohungen den technologielastigen Index in eine Beinahe-Panik gestürzt. Diesmal sind es der eskalierende Konflikt im Nahen Osten, steigende Ölpreise und rechtliche Probleme bei Meta, die Technologieinvestoren hart treffen.
Besonders stark unter Druck geriet Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, mit einem Wochenminus von fast 9 Prozent. Microsoft verlor rund 7 Prozent, während Nvidia und Amazon jeweils etwa 3 Prozent nachgaben. Tesla rutschte um knapp 2 Prozent ab. Als einziges Megacap-Technologieunternehmen konnte sich Apple behaupten und erzielte ein leichtes Wochenplus.
Meta trifft es am härtesten
Die schwächste Performance innerhalb der großen Technologiewerte verzeichnete Meta mit einem Rückgang von mehr als 11 Prozent. Auslöser waren zwei gerichtliche Niederlagen – ein Verfahren in Santa Fe, New Mexico, und eines in Los Angeles – die Schwächen bei der Kontrolle von Facebook und Instagram offenbarten. Beide Plattformen sind die wichtigsten Einnahmequellen des Konzerns, während Meta gleichzeitig im KI-Wettbewerb mit Google, OpenAI und Anthropic aufzuholen versucht.
Auch der Speicherchiphersteller Micron Technology musste herbe Verluste hinnehmen: Die Aktie brach um mehr als 15 Prozent ein. Dabei hatte das Unternehmen erst kurz zuvor starke Quartalszahlen vorgelegt. Der Umsatz verdreifachte sich nahezu auf 23,86 Milliarden US-Dollar, und für das kommende Quartal werden Bruttomargen von rund 80 Prozent erwartet. Über die vergangenen zwölf Monate liegt die Aktie trotz des Rückgangs noch immer fast 300 Prozent im Plus.
Ölpreise auf Dreijahreshoch
Der eigentliche Belastungsfaktor für die gesamten Märkte sind die steigenden Energiepreise. Die Ölpreise schlossen am Freitag auf dem höchsten Stand seit mehr als drei Jahren, nachdem Zwischenfälle in der Straße von Hormus die Sorgen um die globale Energieversorgung verschärften. Präsident Trump deutete auf Truth Social an, eine Lösung für den Iran-Konflikt anzustreben, da steigende Kosten zunehmend zum Problem für die Republikaner im Hinblick auf die Zwischenwahlen werden.
Inmitten der Turbulenzen rückt Elon Musk in den Fokus der Anleger. SpaceX, das nach der Fusion mit Musks KI-Unternehmen xAI zuletzt mit 1,25 Billionen US-Dollar bewertet wurde, bereitet sich auf einen Börsengang vor, der die größte Emission in der Geschichte werden könnte. Tesla soll in der kommenden Woche seine Auslieferungszahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen – ein weiterer Termin, den Marktteilnehmer genau im Blick behalten werden.
