ANZEIGE

Nasdaq steuert auf stärksten Monatsverlust seit März 2025 zu

KI-Sorgen und Zollturbulenzen belasten US-Technologiewerte – wichtige Inflationsdaten im Fokus.

2 Min
Nasdaq steuert auf stärksten Monatsverlust seit März 2025 zu

Die US-Aktienfutures gaben am Freitag vorbörslich deutlich nach. Der Nasdaq droht mit dem stärksten monatlichen Rückgang seit März 2025, während Anleger auf wichtige Erzeugerpreisdaten warten, die Aufschluss über den Zinskurs der US-Notenbank Federal Reserve geben könnten.

Um 06:00 Uhr ET fielen die Dow E-minis um 271 Punkte oder 0,55 Prozent. Die S&P 500 E-minis verloren 24,75 Punkte oder 0,36 Prozent, und die Nasdaq 100 E-minis gaben um 78 Punkte oder 0,31 Prozent nach. Der Nasdaq schloss zuletzt den 17. Handelstag in Folge unter seinem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt – ein viel beachteter Indikator für den mittelfristigen Trend.

Im Zentrum der Unsicherheit steht die Frage nach der Rentabilität massiver KI-Investitionen. Technologiewerte erlebten in diesem Monat enorme Turbulenzen, da Investoren zunehmend an der Wirtschaftlichkeit der milliardenschweren Ausgaben im Bereich Künstliche Intelligenz zweifeln.

Nvidia, Zscaler und Intuit unter Druck

Nvidia legte im vorbörslichen Handel zwar um 0,4 Prozent zu, hatte jedoch in der Vorsitzung trotz starker Quartalsergebnisse mehr als 5 Prozent verloren – ein deutliches Zeichen für die fragile Risikobereitschaft im KI-Sektor. Zscaler brach um 9,1 Prozent ein, nachdem das Cloud-Sicherheitsunternehmen einen höheren Nettoverlust im zweiten Quartal auswies. Intuit verlor 3,6 Prozent, da der Finanzsoftware-Konzern eine Gewinnprognose für das dritte Quartal unterhalb der Analystenerwartungen abgab.

Neben dem KI-Gegenwind sorgte auch die Zollpolitik für Volatilität. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte zuletzt die meisten der von Präsident Donald Trump im Vorjahr eingeführten Zölle für nichtig erklärt. Trump reagierte darauf mit der Ankündigung eines vorübergehenden globalen Zolls von 10 Prozent, der am Dienstag in Kraft trat.

Einzelne Gewinner trotz breitem Abverkauf

Auf der Gewinnerseite stach Netflix mit einem Plus von 7,4 Prozent hervor. Anleger begrüßten den Rückzug des Streamingriesen aus dem Bieterstreit um Warner Bros Discovery, deren Aktien daraufhin um 2 Prozent fielen. Paramount Skydance legte um 7,8 Prozent zu, nachdem das Unternehmen den Zuschlag für begehrte TV- und Filmrechte erhielt.

Block schoss um fast 19 Prozent in die Höhe. Das Zahlungsunternehmen kündigte an, im Rahmen einer KI-Integration mehr als 4.000 Stellen zu streichen – nahezu die Hälfte der Belegschaft. Dell kletterte um 10,6 Prozent, nachdem der PC-Hersteller für das Geschäftsjahr 2027 eine Verdoppelung des Umsatzes im Bereich KI-optimierter Server in Aussicht stellte und höhere Kapitalrückflüsse an Aktionäre versprach.

Duolingo hingegen brach um fast 25 Prozent ein, nachdem die Sprachlern-App für das erste Quartal und das Gesamtjahr 2026 Buchungen unterhalb der Markterwartungen prognostizierte. Auch Chipwerte wie AMD und Broadcom verzeichneten Rückgänge, was die anhaltende Schwäche im gesamten Halbleitersektor unterstreicht.

Nasdaq MonatsverlustKi-Sorgen TechnologiewerteUs-AktienfuturesNvidia KursrückgangZölle Trump

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer