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Nasdaq: Kurzfristige Verluste gehen langfristiger Outperformance voraus

Trotz aktueller Schwäche zeigt die Geschichte: Der Nasdaq schlägt Dow und S&P 500 langfristig deutlich.

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Nasdaq: Kurzfristige Verluste gehen langfristiger Outperformance voraus

Der Nasdaq hat seit seiner Gründung vor 55 Jahren eine beeindruckende Erfolgsbilanz aufgebaut. Vom Startniveau von 89,61 Punkten im Jahr 1971 kletterte der Index auf 23.242 Punkte Anfang 2026 – eine Vervielfachung um den Faktor 260. Im Vergleich dazu legte der Dow Jones im gleichen Zeitraum nur um das 57-Fache zu, der S&P 500 um das 74-Fache.

Derzeit durchläuft der Technologieindex jedoch eine Schwächephase. Seit dem 1. November 2025 verlor der Nasdaq 3,54 Prozent, während der Dow Jones im gleichen Zeitraum um 4,34 Prozent zulegte. Marktbeobachter bezeichnen dies als klassische Rotation: Kapital fließt aus wachstumsstarken Technologiewerten in defensive, substanzstärkere Bluechip-Titel.

Dieses Muster ist historisch kein Einzelfall. Solche Phasen der Underperformance gehören zum Charakter des Nasdaq – und wer sie aushält, wurde in der Vergangenheit belohnt.

Lehren aus dem Dotcom-Crash und der Erholung

Das drastischste Beispiel liefert die Jahrtausendwende. Der Nasdaq verdoppelte sich von Juni 1999 bis März 2000, bevor er in kürzester Zeit mehr als 50 Prozent verlor. Allein in der Woche vom 11. bis 15. April 2000 brach der Index um 25,3 Prozent ein – während der Dow Jones in derselben Woche um 3,4 Prozent stieg. Es dauerte 16 Jahre, bis der Nasdaq sein Hoch vom März 2000 zurückerobert hatte.

Auch der Einbruch von 2021 bis 2022 verdeutlicht die Volatilität des Index. Am 19. November 2021 markierte der Nasdaq ein Allzeithoch bei 16.057 Punkten. Bis zum 28. Dezember 2022 fiel er auf 10.213 Punkte – ein Rückgang von 36,4 Prozent. Der S&P 500 verlor im gleichen Zeitraum rund 19 Prozent, der Dow Jones lediglich 7,65 Prozent.

Doch die Erholung folgte rasch und kräftig. In den drei Jahren von 2023 bis 2025 schoss der Nasdaq um 122 Prozent nach oben. Der S&P 500 stieg um 78 Prozent, der Dow Jones nur um 45 Prozent. Wer die Nerven behielt und investiert blieb, wurde überdurchschnittlich belohnt.

Heute kein Vergleich mit dem Dotcom-Boom

Kritiker, die die aktuelle Lage mit dem Jahr 2000 vergleichen, übersehen einen entscheidenden Unterschied. Der Dotcom-Boom wurde von Internetunternehmen ohne Gewinne und tragfähige Geschäftsmodelle getragen. Die heutigen Technologieführer hingegen weisen solide Umsätze, hohe Gewinne und klare Wachstumsperspektiven auf.

Für deutsche Anleger mit Nasdaq-Exposure gilt: Kurzfristige Rotationsphasen gehören zur Normalität des Technologiesektors. Die langfristige Überrendite des Index gegenüber klassischen Bluechip-Indizes ist historisch belegt. Wer die inhärente Volatilität akzeptiert, hat in der Vergangenheit von einer strukturellen Outperformance profitiert.

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