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Nasdaq erreicht Rekordhoch – DAX legt deutlich zu

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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Nasdaq erreicht Rekordhoch – DAX legt deutlich zu

Die Aussicht auf eine baldige Zinssenkung in den USA hat die Technologiebörse Nasdaq auf ein neues Rekordhoch getrieben. Der Nasdaq-Composite stieg am Montag im Tagesverlauf auf 21.885 Punkte und beendete den Handel bei 21.798 Zählern, ein Plus von 0,45 Prozent. Der Nasdaq 100 legte 0,46 Prozent auf 23.762 Punkte zu und blieb damit knapp unter seinem Rekordstand von 23.969 Punkten.

Der Dow Jones gewann 0,25 Prozent auf 45.514 Punkte. Der marktbreite S&P 500 legte um 0,21 Prozent auf 6.495 Zähler zu. Beide Indizes bewegen sich damit weiter in der Nähe ihrer zuletzt erreichten Höchststände.

Zinssenkung erwartet

Nach dem schwachen US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag rechnen Marktteilnehmer mit einer Leitzinssenkung durch die Federal Reserve um 25 Basispunkte. Einzelne Analysten halten auch einen größeren Schritt von 50 Basispunkten für möglich. Laut Einschätzungen von Goldman Sachs und Morgan Stanley könnte dies die Kurse an den Aktienmärkten weiter stützen. Die US-Notenbank tagt am 16. und 17. September. Bis dahin äußern sich die Mitglieder nicht mehr öffentlich, da die sogenannte Blackout-Periode begonnen hat.

Technologiewerte gefragt

Besonders im Blick stand die Aktie von Broadcom. Das Papier legte 3,2 Prozent zu, der Börsenwert überstieg 1,6 Billionen Dollar. Broadcom tritt zunehmend in Konkurrenz zu Nvidia im Bereich Künstliche Intelligenz.

Fester DAX trotz politischer Unsicherheit in Frankreich

Der DAX beendete den Handel mit einem Anstieg um 0,89 Prozent auf 23.807 Punkte. Der MDAX legte 1,48 Prozent zu. Im Tagesverlauf schwankte der deutsche Leitindex zwischen 23.655 und 23.830 Punkten.

In Frankreich verlor Premierminister François Bayrou in der Nationalversammlung die von ihm eingebrachte Vertrauensabstimmung deutlich mit 194 zu 364 Stimmen. Auslöser war ein Streit über Sparmaßnahmen im Umfang von 44 Milliarden Euro. Präsident Emmanuel Macron will in den kommenden Tagen einen Nachfolger ernennen, teilte der Élysée-Palast mit.

Frankreichs Schuldenlage

Die staatliche Verschuldung Frankreichs lag im ersten Quartal bei 114,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Damit zählt das Land zu den Staaten mit der höchsten Schuldenquote in der Eurozone. Zehnjährige französische Staatsanleihen rentierten am Montag bei 3,40 Prozent, 30-jährige bei 4,32 Prozent. In der Vorwoche waren die Renditen zeitweise auf 4,5 Prozent gestiegen, den höchsten Stand seit 16 Jahren. Zum Vergleich: Zehnjährige Bundesanleihen rentieren mit 2,64 Prozent, 30-jährige mit 3,27 Prozent.

Devisen und Rohstoffe

Der Euro stieg im US-Handel bis auf 1,1761 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1728 Dollar fest, nach 1,1697 Dollar am Freitag. Unterstützung erhielt die Gemeinschaftswährung durch die Aussicht auf sinkende US-Zinsen sowie besser als erwartete Produktionsdaten der deutschen Industrie.

Am Rohstoffmarkt erreichte Gold ein neues Rekordhoch. Eine Feinunze kostete zuletzt 3.635 Dollar. Bereits am Freitag war ein Rekordstand von 3.600 Dollar markiert worden.

Unternehmensnachrichten

Zalando und Adidas führten den DAX an. Beide Titel profitierten von der Erwartung niedrigerer US-Zinsen. Auch Immobilienwerte legten zu. Vonovia wurde von Jefferies auf „Buy“ hochgestuft. Grand City Properties erhielt ebenfalls eine Kaufempfehlung, was den Kurs um 1,6 Prozent steigen ließ.

Deutsche Telekom zählte zu den größten Verlierern im DAX. Die Aktie fiel zeitweise um rund fünf Prozent und schloss 3,8 Prozent im Minus. Belastet wurde das Papier durch Verluste der US-Tochter T-Mobile US. Hintergrund ist der Einstieg von SpaceX in den Mobilfunkmarkt: Das Unternehmen von Elon Musk kaufte dem Satellitenbetreiber Echostar ein umfangreiches Frequenzpaket ab. Bisher war SpaceX mit seinem Satellitennetzwerk Starlink auf die Kooperation mit T-Mobile US angewiesen. Echostar-Aktien stiegen daraufhin an der Nasdaq um mehr als 20 Prozent.

Porsche senkte seine Renditeziele. Konzernchef Oliver Blume erklärte, das Ziel einer Rendite von 20 Prozent sei derzeit „ausgeschlossen“. Gründe seien die Schwäche des Luxusmarktes in China und hohe US-Zölle. Beide Märkte machen mehr als 60 Prozent des Porsche-Absatzes aus. Blume bezeichnete das laufende Geschäftsjahr 2025 als „Tiefpunkt“, den man für Restrukturierungen nutzen wolle. Ab 2026 erwartet er eine Rückkehr in den zweistelligen Renditebereich. Porsche-Aktien gaben nach. Ab dem 22. September wird der Sportwagenbauer aus dem DAX ausscheiden. Die Holding Porsche SE bleibt im Leitindex vertreten.

Rückversicherer wie Munich Re, Swiss Re und Hannover Rück rechnen bei den aktuellen Branchengesprächen in Monte Carlo mit sinkenden Preisen im Schaden- und Unfallgeschäft. Nach mehreren Jahren mit Preiserhöhungen könnte sich der Markt nun stabilisieren oder leicht abschwächen.

RWE gab bekannt, seinen Anteil von 25,1 Prozent am Übertragungsnetzbetreiber Amprion in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Beteiligungsgesellschaft Apollo einzubringen. Dafür erhält der Energiekonzern 3,2 Milliarden Euro.

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